Jahreshauptversammlung
Holzmarkt 2025: FWV Osthessen meldet Rückgang, Preise auf Rekordniveau
Foto: FWV Osthessen
11.04.2026 / HÜNFELD/HAUNETAL -
Im Jahr 2025 wurden insgesamt fast 20.000 Festmeter Holz weniger verkauft als zuvor – trotz besserer Holzpreise. Das teilte die Forstwirtschaftliche Vereinigung (FWV) Osthessen mit, zu der auch die FBG Haunetal‑Niederaula gehört. Die Zahlen wurden bei der Jahreshauptversammlung 2026 in Hünfeld vorgestellt.
Seit dem Rückzug von Hessen Forst aus kartellrechtlichen Gründen aus der Rundholzvermarktung aus Privat- und Körperschaftswäldern hat die FWV die Bündelung der Holzvermarktung ihrer sechs angeschlossenen Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) mit bisherigem Erfolg übernommen. Dies wurde einmal mehr in Hünfeld deutlich, weshalb sich Vorsitzender Christoph Müller erfreut über die Entwicklung äußerte. Im Beisein des Burghauner Forstamtsstellvertreters Jürgen Dickert und des Hofbieberer Forstamtsleiters Florian Wilshusen dankte er für eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Er verabschiedete die bisherige forstwirtschaftliche Fachkraft Melsene Krausgrill, die für eine effektvolle Zusammenarbeit mit Waldbesitzern und Sägewerkern sorgte und nun zum Forst im Regierungspräsidium Darmstadt wechsle. Als deren Nachfolgerin im Personalstab stellte er Nicole Gerbig-Wuttig vor.
Vorstellung des einstimmig angenommenen Jahreswirtschaftsplans 2026
Für den Rückgang der vermarkteten Festmetermasse führte FWV-Geschäftsführer Hartmut Ziegler eine überaus erfreulich-positive Witterung mit Niederschlägen an, wodurch "viel weniger Kalamitätsholz angefallen ist". Außerdem habe man weniger Selbstwerbereinsätze von Unternehmen registriert, möglicherweise durch den "vielen und heftigen Personalwechsel auf den Seiten von den beförsternden Revieren." Diesem stimmte zugleich Jürgen Dickert vom Forstamt Burghaun zu. Es sei dem Witterungsverlauf geschuldet gewesen, auf der anderen Seite sei man froh, so gut wie kein Kalamitätsholz gehabt zu haben, womit "das bisschen Fichte, was noch vorhanden ist, erhalten bleibt." So mancher Waldbesitzer habe nach all den Jahren von Käfer- und Dürreholz auch einmal "die Nase voll gehabt" vom Holzmachen, so Geschäftsführer Ziegler.Als erfreulich wertete er die positive Entwicklung der FBG Neuhof, wobei er deren Vorstand und besonders auch der neuen Geschäftsführerin Ulla Müglich sowie dem Forstamt Fulda für die Unterstützung hin zu einer Geschäftsneustrukturierung dankte. Als erfreulich hat sich laut Hartmut Ziegler der Nadelholzmarkt von im Moment 110 bis 130 Euro pro Festmeter entwickelt. Laubholzmengen wurden zu 95 Prozent abgewickelt. Die Preise am deutschen Holzmarkt infolge von Knappheit bezeichnete er als so hoch wie seit 35 Jahren nicht mehr. Bürgermeister Markus Röder (CDU/Hofbieber) erklärte, die Mitglieder, "die diesmal weniger Holz zum Verkauf bereitstellten, haben gegenüber 2024 deutlich mehr für ihren Festmeter erhalten."