Regelmäßige Auftritte geplant
Debütkonzert des Spessart-Ensembles sorgte für Begeisterung
Fotos: privat
10.04.2026 / BAD ORB -
Minutenlanger Applaus, stehende Ovationen, Bravo-Rufe, voluminöse Blumensträuße: Das Debütkonzert des neu gegründeten Spessart-Ensembles im Theatersaal der Konzerthalle am zurückliegenden Ostersonntag darf als außerordentlich gelungen bezeichnet werden. Unter der künstlerischen Leitung der Pianistin Irina Maurer wurden die knapp 250 Gäste entführt in die Welt ausgewählter musikalischer Werke – eine konzertante Reise, die immer wieder mit Jubel belohnt wurde. Das Programm dabei: Zweigeteilt. Zunächst und dem Anlass "Osterkonzert" entsprechend bezogen auf die Passions- und Auferstehungsgeschichte, später dann auf den Aufbruch, der mit der Frühlingszeit einher geht.
Die Musikliebhaber waren eingeladen, "nicht einfach zu einem Konzert, sondern zu einer musikalischen Reise", wie Moderatorin Jessica Maurer erläuterte. Die Achtzehnjährige setzte mit klarer Stimme die Akzente mal auf die geistliche Geschichte, mal auf die Inhalte der elf Stücke, die vor der Zugabe nach rund 75 Minuten gespielt wurden. Das anspruchsvolle Programm vereinte populäre Werke der klassischen Musik, beliebte und höchst geschätzte Werke berühmter Komponisten und Serenaden mit heiteren Kompositionen, hinreißender Melodik und Rhythmus.
Begleitet wurden die Musikerin und die fünf Musiker Irina Maurer (Klavier, künstlerische Leitung), Anton Hubert (Violine), Manfred Hubert (Violine), Ferdinand Pastorek (Viola), Andràs Kovàts (Violoncello) und Dmytro Gukov (Clarinet) von passenden Hintergrundbildern. Auf der Leinwand wurden zunächst religiöse Motive wie das Abendmahl oder die Kreuzigung dargestellt, später dann schwungvoller Tanz, Blumen und Hummeln. Auch optisch wandelte sich das Bild auf der Bühne: Die Hemden und schwarzen Sakkos wichen bunten Westen bei den Musikern, allein das schwarze, glitzernde Paillettenkleid von Irina Maurer durfte das komplette Konzert über weiter funkeln.
Das anspruchsvolle Programm nahm seinen Auftakt mit einem der populärsten Werke der klassischen Musik, dem Adagio g-Moll vom Tomaso Albinoni, gefolgt von der cis-Moll-Prélude von Sergei Rachmaninow und einem Meisterstück von Wolfgang Amadeus Mozart: Lacrimosa. Ihr folgte Johann Pachelbels populärste Komposition Kanon und Gigue in D-Dur, bevor die "Kleine Nachtmusik'" von Wolfgang Amadeus Mozart den stürmischen Applaus des Publikums noch einmal verstärkte.
Für Begeisterung sorgte schließlich der Geiger Manfred Hubert. Der sechzehnjährige Musiker interpretierte eines der Meisterwerke für Solo-Violine: Den "Erlkönig" von Heinrich Wilhelm Ernst nach Franz Schubert. Der junge Geiger war es auch, der nach dem mitreißenden Potpourri aus der Operette "Die Csárdásfürstin" von Imre Kálmán erneut in den Vordergrund trat. Beim "Czárdás" von Vittorio Monti, einer "kleinen Geschichte, die sich dann zu einem mitreißenden Tanz entfaltet", wie die Moderatorin ankündigte. Die Darbietung von Manfred Hubert, der das Konzertstück schwungvoll und lebendig präsentierte, forderte erneut den stürmischen Beifall und Bravo-Rufe heraus. Der Walzer aus dem Ballett "Dornröschen" von Pjotr Iljitsch Tschaikowski als Hommage an "den Sieg des Guten, der Schönheit und der Liebe" sorgte mit seiner strahlenden Lebensfreude für einen passenden und bejubelten Abschluss, dem als Zugabe noch der Ungarische Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms folgte.