"Das ist ein Leuchtturmprojekt"
Vorbild für Hessen: Innenminister Poseck würdigt Katastrophenschutzzentrum
Fotos: Rene Kunze
02.04.2026 / ALSFELD -
"Das ist ein Leuchtturmprojekt kommunaler Verantwortung und Krisenvorsorge. Mit diesem Zentrum zeigt der Vogelsbergkreis, wie moderne und vorausschauende Krisenvorsorge auf kommunaler Ebene gelingen kann. Er ist damit auch ein Vorbild für andere Regionen" - genau so beschrieb der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) das Katastrophenschutzzentrum in Alsfeld (Vogelsbergkreis). Für den Innenminister diene dieser Ort als Vorbild für moderne Krisenvorsorge.
Am Mittwochnachmittag besuchte Innenminister Poseck das Katastrophenschutzzentrum. Erst vor wenigen Wochen war er bereits zu Gast in Lauterbach, um die Katastrophenschutzübung vor Ort zu besuchen. Dabei konnte er bereits die gelungene Zusammenarbeit zwischen Behörden und Einsatzkräften im Vogelsberg live erleben. Der Termin am Mittwoch diente unter anderem dazu, die herausragende Eigeninitiative des Kreises hervorzuheben und die Bedeutung einer engen Verzahnung von zentraler und dezentraler Krisenvorsorge zu betonen. Das Zentrum ist eines der wenigen in Hessen, das nicht nur Material vorhält, sondern auch als Ausweichsitz im Notfall für den Krisen- und Verwaltungsstab fungiert. Es vereint materielle Vorsorge, logistische Handlungsfähigkeit und Führungsstrukturen auf kommunaler Ebene. Damit ist es ein Modell, das angesichts der aktuellen Sicherheitslage beispielgebend ist.
"Das ist genau das, was wir brauchen"
In seiner kurzen Ansprache hob Poseck hervor, dass der Vogelsbergkreis das Zentrum aus eigener Initiative aufgebaut hat - ohne gesetzliche Verpflichtung - und dafür besondere Anerkennung verdient. Zusätzlich betonte er, effektiver Bevölkerungsschutz gelinge nur durch vorausschauende Planung, regelmäßige Übungen und das Zusammenspiel von Land und Kommunen. Dabei unterstrich er auch, wie wichtig ein Ort wie dieses Zentrum ist. Gegenüber OSTHESSEN|NEWS sagte der Innenminister: "Das Katastrophenschutzzentrum in Alsfeld ist vorbildgebend. So etwas haben wir nicht überall in Hessen. Der Vogelsbergkreis schreitet damit voran." Im Interview ging er dabei auch auf die Ausstattung selbst ein. "Hier werden wichtige Sachen gelagert, wie beispielsweise Betten für den Katastrophenschutz. Außerdem gibt es auch wichtige Büromöglichkeiten für eine Tagung des Verwaltungsstabs - sollte es zu einem Krisenfall kommen." Angesichts globaler Krisen sei robuste, flexible und gut geübte Vorsorge unverzichtbar.Auch Landrat Dr. Jens Mischak (CDU) war vor Ort. Er lobte und informierte sich gleichermaßen wie der Innenminister. Dabei ergänzte er, der Vogelsbergkreis habe bewusst in das Zentrum investiert, um im Ernstfall sofort handlungsfähig zu sein.Die Anerkennung durch das Land - und den Besuch Posecks - bestätige den eingeschlagenen Weg, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger durch eigene Initiative zu stärken.
"Das ist genau das, was wir brauchen", lobte der hessische Innenminister im Gespräch mit O|N. "Wir müssen uns in der heutigen Zeit resilient aufstellen. Die Herausforderungen werden immer mehr. Der Vogelsbergkreis geht darauf vorbildlich ein."