TuSpo-Recken geschockt

Streit auf dem Fußballplatz eskaliert: GFC Dynamo ist "wütend und fassungslos"

In Hünfeld kam es während eines Fußballspiels zu einer Massenschlägerei.
Symbolfoto: ON/Marius Auth

01.04.2026 / HÜNFELD - Zunächst flogen harsche Worte durch die Luft, später dann Fäuste: Ein Fußballspiel auf einem Sportplatz in Hünfeld (Landkreis Fulda) ist am Sonntagnachmittag eskaliert. Wie die Polizei mitteilt, kam es gegen 17 Uhr zunächst zu verbalen Streitigkeiten zwischen Spielern zweier Mannschaften.



Nach bisherigen Erkenntnissen entwickelte sich daraus dann eine körperliche Auseinandersetzung zwischen einem 33-jährigen Spieler der Gastmannschaft und einem 27-jährigen Spieler der Heimmannschaft - dem GFC Dynamo Hünfeld. In der Folge weitete sich der Konflikt aus: Mehrere Beteiligte mischten sich ein, sodass es schließlich zu einem Gerangel zwischen einer größeren Personengruppe kam.

Dabei wurden ersten Informationen zufolge mehrere Personen leicht verletzt. Rettungskräfte mussten jedoch nach aktuellem Stand nicht umfangreich eingreifen. Bei dem betroffenen Spiel handelt es sich um die Kreisliga-B-Partie zwischen dem GFC Dynamo Hünfeld und TuSpo Bad Salzschlirf. Ein Spieler der Gastgeber hat kurz vor Spielende nach einem groben Foulspiel die Rote Karte gesehen, welche wohl unstrittig war.

Trotzdem sei, was dann geschah, unfassbar. "Das war erschreckend, wir alten Recken haben das bisher noch nie erlebt", sagt Christoph Schmorenz von TuSpo Bad Salzschlirf. Der Mannschaftsverantwortliche war selbst als Spieler auf dem Platz, möchte sich zu den Geschehnissen aber nicht weiter äußern. Der Vorfall müsse aber aufgearbeitet werden. Dies geschehe in Bad Salzschlirf intern. Zudem ist der Verein mit dem Klassenleiter in Kontakt. Auch der GFC Dynamo Hünfeld habe sich inzwischen deim TuSpo gemeldet.

GFC Dynamo Hünfeld reagiert mit ausführlichem Statement

Der GFC hat bereits auf seiner Instagram-Seite reagiert und schreibt in einem Statement: "Was am Sonntag passiert ist, macht uns betroffen, wütend und fassungslos. Als Verein stehen wir für klare Werte. Wer Missstände anspricht, muss das auch im eigenen Umfeld tun. Genau das ist hier notwendig. Emotionen gehören zum Fußball. Leidenschaft, Einsatz und auch körperliche Härte sind Teil des Spiels. Die Vorfälle rund um das Spiel zwischen Spielern und Zuschauern beider Seiten gehen jedoch weit darüber hinaus. Hier wurden Grenzen überschritten, die nicht verhandelbar sind. Gewalt in jeder Form widerspricht unseren Grundsätzen. Wir haben unmittelbar reagiert und die Vorfälle intern begonnen aufzuarbeiten."

Weiter heißt es beim GFC: "Erste Konsequenzen wurden bereits gezogen und wir prüfen weitere Schritte. Die Beteiligten wurden als Erinnerung an unsere Werte von Zusammenhalt und Fairness zur Verantwortung gezogen. Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen. Ihr Schutz und ihre Unterstützung haben für uns oberste Priorität. Für uns ist klar: Es gibt keine Rechtfertigung für Gewalt, weder durch Worte noch durch Handlungen. Wir werden notwendige Konsequenzen ziehen und weiterhin alles dafür tun, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen. Für unseren Verein gilt uneingeschränkt: Null Toleranz gegenüber Gewalt. Wir stehen für Fairplay, Respekt und Weltoffenheit. Und dafür, dass sich jeder Mensch bei uns sicher fühlen kann."

Die genauen Hintergründe der Eskalation sind bislang unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Polizei hat unter anderem ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. (pm/ems/hhb) +++

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