Anstieg der Arbeitslosenquote

Arbeitsmarkt im März: Leichter Rückgang – Fachkräfte weiter gesucht

Katharina Henkel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda
Fotos: Agentur für Arbeit Fulda

31.03.2026 / REGION - Im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda ist die Arbeitslosigkeit im März leicht gesunken. Insgesamt waren 8.343 Menschen arbeitslos gemeldet – 109 weniger als im Februar. Die Quote bleibt mit 4,3 Prozent weiterhin die niedrigste in Hessen. Ein deutlicher Frühjahrsaufschwung bleibt jedoch aus. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich die schwächere Konjunktur:



Die Zahl der Arbeitslosen stieg um 443 Personen (+5,6 Prozent). Auffällig ist vor allem der Anstieg bei jungen Menschen. Hier liegt die Zunahme bei über 20 Prozent. Gründe sind unter anderem fehlende Übernahmen nach der Ausbildung, häufigere Jobwechsel sowie Ausbildungsabbrüche. Auch mehr junge Geflüchtete und sprachliche Hürden spielen eine Rolle. Trotz der wirtschaftlichen Lage bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften hoch: 2.377 offene Stellen sind aktuell gemeldet – mehr als vor einem Jahr. Der Großteil richtet sich an Fachkräfte, im Helferbereich gibt es deutlich weniger Angebote.

Landkreis Fulda

m Landkreis Fulda sank die Zahl der Arbeitslosen leicht auf 5.243. Die Quote liegt bei 4,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich jedoch ein Anstieg um 210 Personen (+ 4,2 Prozent). Besonders gesucht werden Fachkräfte im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel, in der Verwaltung, im Bau sowie in der Produktion. Von den 1.464 offenen Stellen richten sich 87 Prozent an qualifizierte Bewerber.

Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Auch in Hersfeld-Rotenburg ging die Arbeitslosigkeit im Monatsvergleich zurück. 3.100 Menschen sind hier arbeitslos gemeldet, die Quote liegt bei 4,7 Prozent. Im Jahresvergleich zeigt sich jedoch ein deutlicher Anstieg um 233 Personen (+8,1 Prozent). Besonders betroffen sind junge Menschen. Neben konjunkturellen Gründen wirken hier auch demografische Entwicklungen sowie fehlende Sprachförderangebote erschwerend. Aktuell sind 913 Stellen unbesetzt, vor allem für Fachkräfte in Pflege, Handel, Verwaltung und Bau.

Fazit: Der Arbeitsmarkt in Osthessen zeigt sich stabil, aber gedämpft: Während die Arbeitslosigkeit saisonal leicht sinkt, bleibt der Fachkräftebedarf hoch. Gleichzeitig wird deutlich, dass vor allem junge Menschen derzeit größere Herausforderungen beim Einstieg ins Berufsleben haben. (pg/pm)+++

René Bieber (Fachbereichsleiter Arbeit und Migration, Leiter Kommunales Jobcenter des Landkreises Hersfeld-Rotenburg)

Markus Vogt (Fachdienstleiter Kommunaler Arbeitsmarkt beim Kreisjobcenter des Landkreises Fulda)

X