Historisches Ereignis in der Festspielstadt
Richter, Recht und Co.: Regierungspräsident Weinmeister zu Gast
Fotos: Kevin Hildebrand
28.03.2026 / BAD HERSFELD -
Bad Hersfeld durfte sich am Freitagmittag über ein historisches Ereignis freuen. Regierungspräsident Mark Weinmeister war im Rahmen seiner einwöchigen Frühjahrsreise "RP vor Ort" zu Gast am Amtsgericht in der Festspielstadt. "Das erste Mal, dass wir einen Regierungspräsident hier begrüßen dürfen", merkte Dr. Rolf Schwarz, stellvertretender Direktor des Amtsgerichts, an.
Normalerweise steht der direkte Kontakt mit Bereichen der Justiz nicht auf Weinmeisters täglichem Dienstplan. Noch bis zum 1. April besucht er Amts- und Landgerichte, Finanz- und Arbeitsgerichte sowie Justizvollzugsanstalten in seinem zuständigen Regierungsbezirk Kassel (umfasst Nord- und Osthessen). "Ich wollte unbedingt die Justiz in Hessen näher kennenlernen, Bad Hersfeld ist jetzt das erste Amtsgericht während meiner aktuellen Reise", sagte Weinmeister bei dem Gespräch.
"Spannender Kontakt" für Weinmeister
Gegenüber OSTHESSEN|NEWS sagte er weiterhin, dass er unbedingt Institutionen und Personal kennenlernen wollte, mit denen das Regierungspräsidium normalerweise "nicht so viel zu tun" hat. Bislang beschrieb er seine Reise als unglaublich spannend, unter anderem war er zuvor schon an den Landgerichten in Kassel und Fulda sowie an der JVA in Hünfeld. Neben Weinmeister und Dr. Schwarz wohnten dem Termin auch Bad Hersfelds Bürgermeistern Anke Hofmann, Landrat Torsten Warnecke und Michaela Lenk bei, die Geschäftsleiterin des Hersfelder Amtsgerichts.Über 100 Angestellte am Hersfelder Amtsgericht
Zentrales Registergericht nach Bad Hersfeld?
Stand jetzt sind für die Registerangelegenheiten die jeweiligen Amtsgerichte selbst zuständig, die Entscheidung für den zentralisierten Standort trifft das Justizministerium um Christian Heinz (CDU). Weinmeister sagte zu den Bestrebungen Bad Hersfelds: "Ich habe die Befürchtung, dass der Regierungspräsident bei dieser Entscheidung nicht gefragt wird."
Thema Sicherheit: Amtsgericht zeigt sich zufrieden
Ein Wunsch an den Regierungspräsidenten
Bevor sich Regierungspräsident Weinmeister wieder auf den Heimweg machte, trat Dr. Schwarz noch mit einem Wunsch an ihn heran. Zwar gäbe es nicht tagtäglich Berührungspunkte mit dem Präsidium in Kassel – für Feinabstimmungen sei ein direkter Ansprechpartner aber wünschenswert. Nach einer kurzen Tour durch die Verhandlungssäle machte sich Weinmeister auf den Heimweg. Mit einem guten Eindruck aus der Festspielstadt im Gepäck. Am Dienstag, den 31. März, geht seine Frühlingstour an den Amtsgerichten in Kassel und Korbach weiter, Mittwoch bilden das Amtsgericht in Eschwege und das Hessische Finanzgericht in Kassel den Abschluss der Reise. (Kevin Hildebrand) +++