Überraschende Pläne

Großprojekt in Domstadt: Feuerwehr und DRK ziehen auf das alte Gummi-Areal

Das DRK Fulda und die Feuerwehr sollen gemeinsam aufs alte Gummi-Areal ziehen.
Grafik: O|N / Nicole Funke

01.04.2026 / APRILSCHERZ - Überraschende Pläne für das wohl größte Filetstück der Domstadt! Auf dem ehemaligen Gummi-Areal soll künftig ein gemeinsamer Standort für die Feuerwehr Fulda und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Fulda entstehen. Durch das kürzlich gezogene Vorkaufsrecht der Stadt konnte so schnell eine Lösung für das Mega-Areal inmitten der Stadt gefunden werden.



Wie OSTHESSEN|NEWS erfahren hat, laufen bereits seit einiger Zeit "intensive Gespräche" über eine mögliche Nutzung des Geländes für den Brand- und Katastrophenschutz sowie den Rettungsdienst. Geplant sei demnach ein moderner Komplex mit Fahrzeughallen, Schulungsräumen, Verwaltungstrakt im historischen Gummi-Gebäude sowie Unterkünfte für Einsatzkräfte. Auch eine gemeinsame Übungsfläche für die Retter soll in Planung sein.

"Durch die zentrale Lage wären Feuerwehr und Rettungsdienst künftig noch schneller im Stadtgebiet sowie in den Nachbargemeinden Künzell und Petersberg. Durch die Nähe zum Bahnhof Fulda könnte der DB-Rettungszug schneller besetzt werden und im Ernstfall noch zeitiger ausrücken", heißt es in einem internen Positionspapier, das O|N vorliegt. Die Leitstelle Fulda soll demnach aber am Standort 'An St. Florian' im Stadtteil Neuenberg bleiben. Dort wurde sie vor wenigen Jahren erst neu gebaut und den technischen Herausforderungen für die Zukunft angepasst.

Hintergrund der Überlegungen ist offenbar der steigende Platzbedarf der Hilfsorganisationen. Die alte Hauptfeuerwache ist stark sanierungsbedürftig und auch das Rote Kreuz platzt am bisherigen Standort in der Fulda-Aue aus allen Nähten. "Die Kapazität ist erschöpft", so die Bewertung. Das weitläufige Gummi-Areal würde ausreichend Raum für eine langfristige Entwicklung bieten und ist zudem noch näher an der Stadt. Ein echter Gewinn für eine schnelle Notfallversorgung. Christoph Schwab, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbands Fulda, wurde von der O|N-Anfrage am Telefon überrascht und erklärt nur knapp: "Diese Entscheidung wäre ein wichtiger Schritt für die Entwicklung des Katastrophenschutzes in Fulda."

Ein offizieller Beschluss der Gremien für dieses Mega-Projekt steht allerdings noch aus. Zunächst sollen mögliche Planungen geprüft und mit den beteiligten Organisationen abgestimmt werden. Klar ist jedoch: Sollte das Projekt umgesetzt werden, wäre es eines der größten Infrastrukturvorhaben für den Katastrophenschutz in Nord-Osthessen. Die Zeichen dafür stehen gut. (mp) +++

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