Mehr Salz als in letzten 20 Jahre benötigt
Winterdienst 2025/2026: Hessen Mobil hat rund 110.000 Tonnen Salz gestreut
Archivfoto: O|N/Marvin Myketin
27.03.2026 / REGION -
In der Wintersaison 2025/26 war der Salzverbrauch bei Hessen Mobil deutlich höher als in den letzten Jahren. Die rund 1.000 Winterdienstkräfte auf den 46 Straßenmeistereien von Hessen Mobil haben von Oktober 2025 bis Ende März knapp 110.000 Tonnen Salz gestreut. Einsatzgebiete der 380 Streufahrzeuge waren die hessenweit rund 15.200 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen.
Der Durchschnittsverbrauch der letzten 20 Jahre auf diesem Netz liegt bei etwa 81.000 Tonnen Salz. Gerade im Vergleich zu den letzten beiden Winterdienstsaisons 2023/2024 und 2024/2025 mit rund 65.000 Tonnen wurde also deutlich mehr gestreut. Dank langfristiger Lieferverträge konnte der hessenweite Salzvorrat von 90.000 Tonnen, da wo es nötig war, problemlos kurzfristig aufgefüllt werden. Das nicht verbrauchte Salz bleibt über den Sommer eingelagert und steht im kommenden Winter zur Verfügung.
Digitale Streutechnik
Um Streumittel so optimal wie möglich einzusetzen, nutzt Hessen Mobil computergesteuerte Streutechnik und hochwirksames Feuchtsalz (sogenanntes FS 30, also 70 Prozent Salz und 30 Prozent Salzlösung), das sich gleichmäßig verteilt, sehr gut haftet und schon bei kleiner Menge große Tauwirkung erzielt. Ein Vorteil für die Umwelt und die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Deutlich mehr Schnee
Großflächig hatten die Winterdiensteinsätze 2025/26 Ende November begonnen, vereinzelt auch mit Schnee, zum Jahreswechsel wurde es dann deutlich schneereicher - auch bis in die tieferen Lagen. Im Januar und Februar brachten unter anderem Sturmtief Elli und Tief Leonie erneut tiefere Temperaturen mit häufigen Schneefällen und überfrierender Nässe nach ganz Hessen. Schlaglochprogramm des Landes Hessen
Der besonders frostige Winter hat auf vielen hessischen Landesstraßen Spuren hinterlassen. Durch häufige Frost-Tau-Wechsel sind zahlreiche Schlaglöcher entstanden. Das Hessische Verkehrsministerium hat daher mit einem landesweiten Schlaglochprogramm darauf reagiert. Insgesamt werden rund 6 Millionen Euro investiert, damit Schäden schnell beseitigt werden können und die Verkehrssicherheit auf Hessens Straßen gewährleistet bleibt.Hessenweit wurden so in diesem Jahr bereits über 48.000 Fahrbahnschäden auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen beseitigt, davon allein über 32.000 auf Landesstraßen. Addiert man Material-, Personal- und Anfahrtskosten, kostet die Beseitigung eines Schlaglochs mit Kaltmischgut in etwa 500 Euro. Diese Arbeiten werden noch einige Wochen in Anspruch nehmen. (mis/pm) +++