Investition von 4,85 Millionen Euro

Bürgerhaus in Kämmerzell eröffnet: "Das ist ein Ort der Gemeinschaft"

v.l.: Architekt Benjamin Kropp, Stadtbaurat Daniel Schreiner, Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Ortsvorsteher Christian Ruppel
Fotos: Moritz Pappert

27.03.2026 / FULDA - Gut zwei Jahre lang ist das Bürgerhaus im Fuldaer Stadtteil Kämmerzell umfassend erneuert und erweitert worden. Seit Ende 2025 ist das Gebäude nun fertiggestellt und wird seither durch die Vereine und die Bürgerschaft rege genutzt. Auch die erste Fastnachtskampagne hat das sanierte Bürgerhaus bereits mit Bravour bestanden. Am Donnerstagnachmittag wurde es offiziell eingeweiht.



"Sie alle haben einen Beitrag geleistet, dass Sie heute hier sind", lobt Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU). Das Projekt sei in Kämmerzell für viele eine Herzensangelegenheit gewesen. "Die meisten, die nicht hier wohnen, wissen gar nicht, dass das hier mal eine Schule war", erklärt er. Aber nur für zehn Jahre. Danach wurde das Gebäude zum Bürgerhaus. "Das ist ein Ort der Gemeinschaft und eine große Gemeinschaftsleistung", so Wingenfeld.

Investiert wurden insgesamt 4,85 Millionen Euro. Stadtbaurat Daniel Schreiner ergänzt: "Wir sind im zeitlichen und finanziellen Rahmen geblieben. Das war kein leichtes Unterfangen. "Es sei zwar nicht immer einfach gewesen, "in einer gemeinsamen Kraftanstrengung wurde das Ziel aber erreicht. "

"Das Haus ist ein Versprechen an die Ortsgemeinschaft."

Architekt Benjamin Kropp erläuterte den Arbeitsaufwand anhand beeindruckender Zahlen rund um das Bauprojekt. So wurde 2022 der Bauantrag gestellt, Baubeginn war 2023. Insgesamt 1.000 Kubikmeter Erde wurden bewegt. Nun erstrahlt das Bürgerhaus auf rund 1.100 Quadratmetern Nutzfläche. Ortsvorsteher Christian Ruppel betont: "Das Haus ist ein Versprechen an die Ortsgemeinschaft. Jedes Projekt braucht einen Funken des Anstoßes. Der kam aus der Mitte der örtlichen Vereine." Wie beliebt das neue Bürgerhaus ist, zeigt folgender Fakt: Schon bis zum September ist es fast ausgebucht.

Für das Projekt waren umfassende Planungen sowie größere Sanierungs- und Neubaumaßnahmen erforderlich. Das Bestandsgebäude in der Maidornstraße wurde grundsaniert und erhielt an der Nordseite einen zweigeschossigen Anbau mit Flachdach. Für die energetische Optimierung wurde die Wärmeerzeugung von einer veralteten Ölheizung auf Luftwärmepumpentechnik umgestellt. Der große Saal erhielt eine Fußbodenbeheizung, und die Lüftungsanlage sowie die Elektrotechnik wurden auf den neuesten Stand gebracht. Die Gebäudehülle wurde durch eine vorgehängte Fassade mit Dämmung sowie durch neue Fenster und Türen ertüchtigt.

Auch in Sachen Brandschutz und Barrierefreiheit hat die Stadt investiert, so gibt es zum Beispiel nun eine behindertengerechte WC-Anlage und einen Aufzug. Im Anbau entstand unter anderem ein vielseitig nutz- und teilbarer Multifunktionsraum im Erdgeschoss sowie ein Proberaum für Vereine im Kellergeschoss. Auch das Außengelände wurde komplett neugestaltet. (Moritz Pappert) +++

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