"Zusammen geht was"
Millionenprojekt vollbracht: Haus Klara wird Heimat für 14 Menschen
Fotos: Moritz Bindewald
24.03.2026 / FULDA -
Was lange geplant, hart erarbeitet und sehnsüchtig erwartet wurde, ist Wirklichkeit: Am Montagnachmittag weihte der Caritasverband für die Diözese Fulda in der Paul-Klee-Straße 45-51 in Fulda-Galerie einen Gebäudekomplex ein, der Wohnen, Begegnung und Gemeinschaft unter einem Dach vereint - ein Wohnhaus für Menschen mit Behinderungen, eine öffentliche Stadtteilbibliothek und drei Sozialwohnungen. Das Jahresmotto der Caritas war an diesem Tag Programm: Zusammen geht was.
Mit der feierlichen Einweihung schloss der Caritasverband für die Diözese Fulda ein Bauprojekt ab, das im Juni 2023 mit dem symbolischen Spatenstich begonnen hatte. Neben Vertretern von Stadt und Land sowie Geistlichen feierten auch die Bewohnerinnen und Bewohner des neuen Hauses Klara.
Fünfeinhalb Jahre Planung und Bau
Architekt Markus Swoboda begleitete das Projekt von den ersten Gesprächen im September 2020 bis zur Schlüsselübergabe. Für ihn stand das Leitprinzip der Arbeit von Anfang an fest: "Wir planen für Menschen - und das geht immer nur mit Menschen." Im zweiten Gebäude hat die Stadt Fulda 107 Quadratmeter für eine öffentliche Stadtteilbibliothek langfristig angemietet, die im Sommer 2025 eröffnet wurde und seither regen Zulauf verzeichnet - mit regelmäßigen Besuchen von Schulklassen und Kitas sowie Lesungen und Aktionen. Drei Sozialwohnungen mit insgesamt 188 Quadratmetern im Obergeschoss sind bereits seit Januar 2025 belegt.Kirche und Politik ziehen an einem Strang
Stephanie Klee, die als Vorsitzende des Katholikenrats nach Fulda-Galerie gekommen war, hob die gesellschaftliche Dimension des Projekts hervor: "Was heute eingeweiht wird, ist Kirche: Nächstenliebe, gelebter Glaube und 'Zusammen geht was'." Ihr Landtagskollege Thomas Hering, der das Projekt auch als Stadtverordneter begleitet hatte, betonte die Rolle sozialer Träger: "Der Kern aller Projekte ist Mitmenschlichkeit, Zusammenhalt und das Verlassen aufeinander." Und mit Blick auf die Zielgruppe ergänzte er: "Das Netz wird immer enger gestrickt - und niemand fällt durchs Raster."Für die Caritas ist die Einweihung kein Endpunkt. Ansgar Erb, Vorstandsmitglied des Caritasverbandes für die Diözese Fulda, kündigte an, dass der Verband die Hände nicht in den Schoß legen werde: Bereits am nächsten Tag stehe der symbolische Spatenstich für eine neue Wohngruppe für Kinder und Jugendliche in Fulda-Marbach an. (mmb) +++