Ministerpräsident Rhein äußert sich
Der Fall Collien Fernandes - härtere Strafen bei sexueller Gewalt im Netz?
Foto: picture alliance / dpa | Horst Galuschka
20.03.2026 / REGION -
Die Vorwürfe von Fernsehmoderatorin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen schlagen gerade deutschlandweit riesige Wellen und lösen vor allem eine Debatte darüber aus, wie und ob digitale Gewalt und Missbrauch härter bestraft werden müssen. Schlagworte wie "virtuelle Vergewaltigung" rücken durch den Skandal weiter in den Fokus – wie kann man sich dagegen wehren?
Zum Hintergrund: Über mehrere Jahre hinweg wurden unter dem Namen von Collien Fernandes Fake-Profile und E-Mail-Adressen erstellt. In über zehn Jahren wurden diese genutzt, um gefälschte Nacktfotos mit fremden Männern auszutauschen, sexuelle Affären in Aussicht zu stellen – auch eine Geschichte, in der Fernandes mehrfach vergewaltigt wurde, sei laut der Aussage der Moderatorin an die Männer versendet worden.
2023 ging sie mit der Thematik an die Öffentlichkeit in der Hoffnung, dass der Horror bald ein Ende finden würde – die Taten hörten aber nicht auf. Nach einer Anzeige, die die Moderatorin gegen Unbekannt erstattete, meldete sich laut Fernandes der Täter: Ihr Ehemann Christian Ulmen gestand ihr persönlich die Taten.
Digitale Gewalt und Belästigungen im Netz nehmen zu
Für Betroffene muss es ein wichtiger Schritt sein, solche Vorfälle zu melden, darüber zu sprechen und eine Sensibilität für die Thematik zu schaffen – Schweigen verschlimmert die Situation über einen längeren Zeitraum nur zunehmend. Aber auch bei der Bekämpfung von Hass, Gewalt und Belästigung im Netz sollten insbesondere die Betreiber der Social-Media-Plattformen härter und aktiver durchgreifen. (pg)+++
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