Der Stadtpfarrer bei O|N
Stefan Buß: Gedanken zur Heiligen Woche - Triduum
Archivfoto: O|N/ Carina Jirsch
28.03.2026 / FULDA -
Zwischen Jubel und Verrat liegen nur wenige Tage. In diesen stilleren Tagen der Woche zeigt sich die Zerbrechlichkeit des Menschen: Begeisterung kann schnell in Gleichgültigkeit oder Ablehnung umschlagen. Die Karwoche stellt uns die Frage: Wo stehe ich selbst?
Der Karfreitag ist der Tag des Kreuzes. Gott bleibt nicht fern vom Schmerz der Welt; er geht selbst hinein. Das Kreuz ist nicht nur ein Zeichen des Leidens, sondern auch der radikalsten Liebe – einer Liebe, die selbst im Tod nicht aufgibt. Jesus stirbt am Kreuz zum Heil der Menschen.
Am Morgen von Ostern bricht das Licht durch. Das Leben ist stärker als der Tod. Die Auferstehung ist mehr als ein Ereignis der Vergangenheit – sie ist eine Einladung, dass auch unser Leben neu werden kann.
Die Heilige Woche zeigt den Weg Gottes: vom Jubel zur Hingabe, vom Kreuz zur Auferstehung, vom Ende zu einem neuen Anfang. (Stefan Buß) +++