Mahnung an die Politik

LOTTO Hessen meldet Rekordgewinne - Appell für fairen Glücksspielmarkt

LOTTO Hessen blickt auf ein starkes Geschäftsjahr 2025 zurück – mit einer Rekordgewinnsumme und einer deutlichen Mahnung in Richtung Politik.
Fotos: LOTTO Hessen

19.03.2026 / REGION - LOTTO Hessen blickt auf ein starkes Geschäftsjahr 2025 zurück – mit einer Rekordgewinnsumme und einer deutlichen Mahnung in Richtung Politik. Bei der Jahrespressekonferenz präsentierte das Unternehmen Ausschüttungen in Höhe von 511,2 Millionen Euro, so viel wie nie zuvor. Geschäftsführer Martin J. Blach zeigte sich zufrieden: "Wir sind mit unseren Gewinnern glücklich, dass durch LOTTO in Hessen im letzten Jahr so viel Geld wie noch nie gewonnen wurde."



Zu den besonderen Fällen gehörte eine nordhessische Tippgemeinschaft, die 87,9 Millionen Euro gewann, sowie ein Ehepaar aus dem Rhein‑Main‑Gebiet, das knapp 70 Millionen Euro beim Eurojackpot abräumte. Ein Familienvater entdeckte seine LOTTO‑Quittung erst Monate später in einer Jackentasche – und freute sich über 15,3 Millionen Euro.

Das Onlinegeschäft wächst weiter und erreichte 2025 einen Umsatz von 160 Millionen Euro. Geschäftsführer Alexander Sausmikat betonte den Kurs des Unternehmens: "LOTTO Hessen investiert konsequent in ein vielseitiges Produktangebot, um im konstant schärfer werdenden Wettbewerb zu bestehen."

Wie groß der Nutzen für das Land ist, unterstrich Finanzminister und Aufsichtsratschef Prof. Dr. R. Alexander Lorz: "Über sechs Milliarden Euro sind seit der Gründung im Jahr 1949 in die hessische Gesellschaft zurückgeflossen." Das Geld unterstütze Sport, Kultur, Soziales, Umwelt und Denkmalschutz.

Doch trotz guter Zahlen war die Pressekonferenz auch von klaren Warnungen geprägt. Andreas Klages vom Landessportbund Hessen sagte: "Ich beobachte mit großer Sorge, wie der illegale Glücksspielmarkt im zweistelligen Prozentbereich wächst." Jeder Euro, der dorthin abwandere, fehle den Vereinen und Ehrenamtlichen im Land.

Die Branche blickt nun auf die Verhandlungen zum Glücksspielstaatsvertrag 2028. Blach forderte faire Bedingungen: "Damit wir unseren Auftrag zum verantwortungsvollen Glücksspiel auch künftig erfüllen können, brauchen wir eine dynamische Kanalisierung und faire Wettbewerbsbedingungen." (mmb/pm) +++

Die LOTTO-Hessen-Geschäftsführer Martin Blach und Alexander Sausmikat

Finanzminister und Aufsichtsratschef Prof. Dr. R. Alexander Lorz
Archivbild: O|N / Carina Jirsch

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