Tierbegegnungen mit Liebe und Respekt
Neuankömmling im WirGarten: So läuft die Arbeit mit Zwergziege Luca
Fotos: Maurice Schumacher/ Tizia Wegfahrt
20.03.2026 / FULDA -
Ein leises Meckern, ein neugieriger Blick - der kleine Neuling Luca tastet sich in seinem neuen Zuhause im WirGarten zwischen all den Ziegen voran. Während er vorsichtig seine neue Herde erkundet, zeigen Leiterin Marion Gottschalk und Tierpädagogin Jana Dumschatt, wie Tierbegegnungen hier mit Geduld, Respekt und echter Nähe entstehen.
Der Tiergarten in Fulda-Neuenberg ist ein Zuhause für heimische Nutz- und Haustiere. "Es geht vor allem darum, einen Kontakt zwischen Mensch und Tier zu vermitteln. Es ist uns ein großes Anliegen, die Bedürfnisse der Tiere näherzubringen und sie als Individuen zu betrachten", erklärt die Leiterin im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. Doch wie läuft die Arbeit mit Tieren, die gerade erst neu eingezogen sind? O|N war am Donnerstag vor Ort, um sich ein Bild vom Kontakt mit Neuling Luca zu machen. Neben Luca wohnen von nun an auch acht neue Hühner im WirGarten.
Aller Anfang ist schwer - und voller Liebe
Zur aktuellen Lage äußert sich Tierpädagogin Dumschatt: "Luca ist seit etwa zwei Wochen bei uns. Er hat es nicht ganz so einfach, weil er in eine Mädelsgruppe gezogen ist und die haben noch das Sagen." Aktuell habe der Bock noch Probleme, sich bei den Damen - Lulu, Linda, Iris und Silvia - zu behaupten, doch die Tierpädagogin ist guter Dinge. "Das ist bei den Ziegen ganz normal." "Man merkt, dass die Besucher eine andere Haltung den Tieren gegenüber entwickeln"
Und genau diese individuelle Auseinandersetzung schätzen auch die Besucher - egal, ob bei den Ziegen, Kaninchen, Meerschweinchen, Hühnern, Pfauen, Eseln, Pferden oder vielen weiteren. "Man merkt, dass die Besucher eine andere Haltung den Tieren gegenüber entwickeln. Unsere speziellen fachlichen Angebote, wie der Kaninchen- und Meerschweinchen-Führerschein oder der Umgang mit Hühnern, werden hervorragend angenommen. Die Menschen möchten sich vorher informieren, bevor sie sich ein Tier zulegen." Auch bei Schulen und Kitas kommt das Konzept hervorragend an. Die Kinder lernen, Tiere nicht als Produkt zu sehen, sondern sie als eigenständiges Lebewesen zu betrachten.