Ehefrau und neuen Partner attackiert
37-Jähriger wegen tödlicher Messerattacke vor Gericht - Tat aus Eifersucht?
Archivbilder: 5Vision.News
19.03.2026 / FRANKFURT AM MAIN -
Rund acht Monate nach einer tödlichen Messerattacke in Frankfurt am Main hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage gegen einen 37-jährigen Mann erhoben. Dem bulgarischen Staatsangehörigen werden unter anderem Mord sowie versuchter Mord vorgeworfen.
Nach Angaben der Ermittler soll der Mann am 2. Juli 2025 seine getrenntlebende Ehefrau in ihrer Wohnung im Stadtteil Bonames angegriffen und deren 46 Jahre alten Lebensgefährten getötet haben. Die Frau erlitt mehrere Stichverletzungen, konnte sich jedoch schwer verletzt ins Freie retten. Der Mann starb noch am Tatort an den Folgen zahlreicher Messerstiche.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Beschuldigte aus Eifersucht handelte und bereits im Vorfeld mit einem Messer bewaffnet zur früheren gemeinsamen Wohnung gegangen war. Dort soll er seiner Ehefrau aufgelauert haben. Als das Paar die Wohnung verließ, habe er beide angegriffen.
Annäherungs- und Kontaktverbot bestanden bereits
Zum Tatzeitpunkt bestand gegen den 37-Jährigen ein gerichtliches Annäherungs- und Kontaktverbot nach dem Gewaltschutzgesetz. Zudem war wenige Tage zuvor eine elektronische Aufenthaltsüberwachung ausgelaufen, die im Zusammenhang mit früheren Vorfällen häuslicher Gewalt angeordnet worden war. Gegenstand der Anklage sind auch weitere mutmaßliche Straftaten aus der Vergangenheit, darunter Vorwürfe der Vergewaltigung sowie der Körperverletzung, auch zum Nachteil eines Kindes.