Lebensgefährlicher Leichtsinn!

Mann (35) klettert auf Signalbrücke am Bahnhof - Elf Züge verspätet

Am Hünfelder Bahnhof gab es am Dienstag einen Einsatz - ein 35-jähriger war auf die Signalbrücke geklettert.
Archivbild: O|N / Rene Kunze

18.03.2026 / HÜNFELD - Ein 35-jähriger Mann hat am frühen Dienstagmorgen (17. März) am Bahnhof in Hünfeld (Kreis Fulda) für einen Polizeieinsatz und erhebliche Einschränkungen im Bahnverkehr gesorgt. Gegen 6:30 Uhr war der Mann auf eine Signalbrücke im Bereich des Bahnhofs geklettert.

Streifen der Landes- und Bundespolizei wurden umgehend alarmiert und begaben sich zur Einsatzstelle. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gleise bereits gesperrt und die Oberleitung vorsorglich abgeschaltet worden.

Beim Eintreffen der ersten Polizeistreife kletterte der 35-Jährige selbstständig von der Signalbrücke herunter und setzte sich auf den Bahnsteig. Die Beamten nahmen ihn anschließend in Gewahrsam. Warum der Mann auf die Signalbrücke gestiegen war, ist derzeit noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Bundespolizeiinspektion hat ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Durch die waghalsige Aktion kam es im Bahnverkehr zu erheblichen Verzögerungen: Insgesamt elf Züge verspäteten sich jeweils um rund 29 Minuten.


Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang eindringlich vor den Gefahren im Bereich von Bahnanlagen. Oberleitungen führen rund 15.000 Volt Starkstrom - etwa 65-mal mehr als eine normale Haushaltssteckdose. Bereits ein Abstand von weniger als 1,5 Metern kann lebensgefährlich sein, da der Strom in Form eines Lichtbogens überspringen kann. Die Leitungen stehen dauerhaft unter Spannung - unabhängig davon, ob ein Zug fährt oder nicht. Das Klettern auf Züge, Masten oder andere Bahnanlagen kann daher tödliche Folgen haben. (ems/pm) +++

Es kam zu Ausfällen.
Archivbild: O|N

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