Was wird gewünscht?

Zwischen Rehen und Rhönluft: Wildpark sucht neuen Gastro-Pächter

Der Wildpark Gersfeld sucht einen neuen Gastro-Pächter.
Archivfotos: O|N/Carina Jirsch

19.03.2026 / GERSFELD (RHÖN) - Die Sonne scheint - das perfekte Wetter, um einen gemeinsamen Ausflug als Familie zu machen. Am besten in der Natur und umgeben von Tieren der Region - genau das bietet der Wildpark Gersfeld im Landkreis Fulda. Deshalb strömen Familien, Wanderer und Tierfreunde immer wieder in den Tierpark der Rhön-Gemeinde. Ein entscheidendes Puzzlestück fehlt allerdings, um den perfekten Tag abzurunden: die Möglichkeit, gemeinsam etwas zu essen. Und so wird aktuell ein neuer Pächter, der die Gastronomie wieder mit Leben füllt, gesucht.



Seit Winter 2025 sucht der Park einen Nachfolger. "Wir haben einige Gespräche geführt und stehen noch immer mit einigen in Verhandlung. Wir wollen aber natürlich auch weiteren Interessierten die Chance geben, sich noch kurzfristig bei uns zu melden", antwortet Wildparkleiter Jan Tayeb auf OSTHESSEN|NEWS-Anfrage. Doch was erwartet den zukünftigen Pächter? Und was wünschen sich der Wildpark und die Gemeinde? O|N hat nachgefragt.

Das Wichtigste: Die Besucher werden glücklich

Solange die Gastronomie während der Öffnungszeiten des Wildparks geöffnet hat, sei der künftige Pächter flexibel. "Sollte er oder sie einen Grillabend veranstalten wollen, ist das natürlich vollkommen in Ordnung", sagt Bürgermeister von Gersfeld, Steffen Korell. Auch bei den Gerichten ist der neue Gastronom flexibel. Hauptsache, es passt zur Region und macht sowohl die großen als auch die kleinen Besucher glücklich.

Laut Tayeb darf nicht vergessen werden: "Es handelt sich bei uns um ein klares Saison-Geschäft, das heißt, im Sommer sind es viele Gastro-Kunden in einem engen Zeitfenster. Im Winter müsste die geringere Anzahl an Kunden im besten Fall durch Hausmannskost wie Gulasch und Ähnliches beglückt werden." Dabei würden sich sowohl der Parkleiter als auch der Bürgermeister über die Verwendung regionaler Produkte freuen.

Offene Zusammenarbeit und herzliche, ehrliche Gastronomie gewünscht

Was ebenfalls in den Aufgabenbereich der Gastronomie fällt, ist der Verkauf der Eintrittskarten und der Futtertüten. Für Tayeb "von zentraler Bedeutung für das Wildpark-Erlebnis." Das hebt auch der Rathauschef hervor: "Die Gastronomie ist die Stelle, an der Eintrittskarten verkauft werden. Hier ist oft der erste und letzte Kontakt mit Menschen." So ist es für beide auch wichtig, dass sich der künftige Pächter mit der Arbeit im Tierpark auseinandersetzt und begeistern lässt. "Eine enge Kooperation hinsichtlich des Angebots von Führungen in Begleitung mit Speisen ist natürlich von uns gewünscht", ergänzt Tayeb gegenüber O|N. Im Fokus steht aber vor allem der Wunsch nach offener Zusammenarbeit und einer herzlichen, ehrlichen Gastronomie.

Doch nicht nur die Freiheiten und das Vertrauen des Wildparks machen den Ort attraktiv für jeden Gastronom, sondern auch der Park selbst. "Der Wildpark verzeichnet gute Besucherzahlen, etwa 80.000 bis 100.000 Besucher im Jahr. Für einen Gastronomen ein durchaus verlockendes Angebot."

Zwischen Wildgehegen, Wanderwegen und Familienausflügen wartet die Gastronomie des Wildparks darauf, wieder mit Leben gefüllt zu werden. Für den richtigen Pächter könnte dieser Ort weit mehr sein als ein Arbeitsplatz – nämlich ein Herzensprojekt. (mis) +++

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