Geschäftsjahr 2025
Fraport zieht positive Bilanz: Gewinn gesteigert, mehr Passagiere weltweit
Archivbilder: O|N/Hans-Hubertus Braune
18.03.2026 / FRANKFURT/M. -
Der Fraport-Konzern steigerte im zurückliegenden Geschäftsjahr viele wichtige Finanzkennzahlen: Getragen von Zuwächsen in allen vier Unternehmenssegmenten stieg der Umsatz, bereinigt um die Auftragserlöse aus Bau- und Ausbauleistungen im Zusammenhang mit der Anwendung der internationalen Finanzrichtlinie IFRIC 12, um 8,2 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro.
Das operative Ergebnis legte ebenfalls stark zu. Davon und vom Auslaufen der großen Investitionsprojekte profitierte der Free Cash Flow. Er stieg um annähernd 700 Millionen Euro auf 24,4 Millionen Euro.
Wichtige Finanzkennzahlen legen zu
Das konzernweit wachsende Fluggastaufkommen, Preiseffekte und mehr Ground-Handling-Aufträge steigerten den Gesamtjahresumsatz (bereinigt um IFRIC 12) um 8,2 Prozent auf 4,21 Milliarden Euro (2024: 3,89 Milliarden Euro). Das Konzern-EBITDA nahm um 10,4 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro zu (2024: 1,30 Milliarden Euro). Dagegen sank das Konzern-Ergebnis um 6,7 Prozent auf 468,1 Millionen Euro (2024: 501,9 Millionen Euro). Ursache waren insbesondere höhere Abschreibungen und Zinseffekte, die im Zusammenhang mit der Terminaleröffnung in Lima standen. Zudem war der Wert aus 2024 durch den Verkauf des Russlandgeschäfts um rund 45 Millionen Euro positiv beeinflusst.Passagieraufkommen im Konzern erstmals über 2019-er Werten
Der internationale Flughafenbetreiber legte bei den Passagierzahlen 2025 sowohl in Frankfurt als auch auf allen Auslandsmärkten zu. In Summe lag das Konzernaufkommen mit 184 Millionen Fluggästen erstmals leicht über dem Vorkrisenwert aus dem Jahr 2019 (plus 1 Prozent). Am weitesten ist die Entwicklung an den 14 griechischen Flughäfen (vs. 2019 plus 23 Prozent) und an den Flughäfen in Antalya (vs. 2019 plus 10 Prozent) sowie Lima (vs. 2019 plus 8 Prozent). Der Heimatflughafen in Frankfurt liegt mit minus zehn Prozent gegenüber 2019 noch deutlich zurück. Viele der Airports im Fraport-Portfolio sind 2025 stärker gewachsen als Frankfurt mit einem Plus von 2,6 Prozent.Wichtige Meilensteine 2026 in Frankfurt
Am 23. April startet der Betrieb im neuen Terminal 3. Nach zehn Jahren Bauzeit und einem Investment von rund 4 Milliarden Euro steht ab diesem Zeitpunkt im Süden des Flughafens eine neue Abfertigungskapazität für jährlich rund 19 Millionen Passagiere zur Verfügung. Das neue Terminal bietet Reisenden eine hohe Aufenthaltsqualität und schnelle Abläufe. Das gewährleistet flächendeckend moderne Technik – vom Check-in- und Gepäckabgabeschalter bis hin zu CT-Scannern an den Sicherheitskontrollen.Im Sommer 2027 folgt der Umzug von Condor in das neue Terminal. Damit entsteht für die Airlines im Terminal 1 noch vor der Modernisierung des Terminal 2 zusätzliches Wachstumspotenzial durch freigewordene Gebäude- und Vorfeldpositionen im Norden.
Ausblick
Für das neue Geschäftsjahr erwartet Fraport einen Anstieg beim Konzernaufkommen auf rund 188 bis zu rund 195 Millionen Passagiere. In Frankfurt wird ein Zuwachs auf rund 65 bis rund 66 Millionen Fluggäste prognostiziert. Das Konzern-EBITDA wird mit einem Plus auf bis zu rund 1,5 Milliarden Euro gesehen. Mit einem Rückgang wird beim Konzern-Ergebnis gerechnet.Das neue Terminal 3 in Frankfurt wirkt langfristig positiv auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage. Allerdings führen steigende Abschreibungen sowie höhere Zinsaufwendungen zeitweise zu einem geringeren Ergebnis von etwa 300 bis 400 Millionen Euro. Eine Verbesserung wird beim Verhältnis Netto-Finanzschulden zu EBITDA durch rückläufige Investitionen und den fortgeführten Schuldenabbau erwartet. Auf dieser Grundlage hält Fraport am Dividendenvorschlag von 1,00 Euro je Aktie in diesem Jahr fest. Sobald diese Kennzahl auf Jahressicht unter fünf liegt, wird ein Anstieg der Ausschüttungssumme möglich. (pm/ce/hhb) +++