Alarmierende Zahlen

DIHK-Chefanalyst: "Alle 20 Minuten meldet ein Unternehmen Insolvenz an"

DIHK-Chefanalyst Volker Treier zu den aktuellen Insolvenzzahlen
Foto: IHK / Werner Schuering

13.03.2026 / REGION - Die Reformen sind überfällig, Insolvenzen sind auf einem Rekordhoch - das mahnt DIHK-Chefanalyst Volker Treier zu den aktuellen Insolvenzzahlen.



"2025 war ein ausgesprochen schwaches Jahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die heute veröffentlichten Zahlen zeigen: Im Schnitt musste in Deutschland alle 20 Minuten ein Unternehmen Insolvenz anmelden. Das ist eine so hohe Frequenz wie seit elf Jahren nicht mehr. Auch der Dezember markiert erneut einen traurigen Rekord, mit dem höchsten Stand sogar seit 14 Jahren", erklärt Treier in einer Pressemeldung.

Der Blick auf das Jahr 2026 mache wenig Hoffnung auf eine Trendwende. "Gerade der Mittelstand, mit hunderttausenden Unternehmen, bleibt weitgehend außen vor. In vielen kleineren und mittelgroßen Betrieben zeigen sich deutlich gedämpfte Erwartungen. Zudem gefährden die Entwicklungen im Nahen Osten die ohnehin fragile Lage weiter. Steigende Energiepreise und die Angst um neue Störungen in Lieferketten setzen viele Unternehmen zusätzlich unter Druck", heißt es weiter.

Angesichts dieser Entwicklung sei es überfällig, die Wirtschaft spürbar zu stärken. "Runter mit den Arbeits- und Energiekosten, spürbarer Bürokratieabbau, verlässliche Rahmenbedingungen – und das sehr rasch. Nur ein konsequenter Reformkurs kann verhindern, dass sich die Insolvenzwelle weiter durch die Breite der Wirtschaft frisst. Und nur mit einer starken Wirtschaft können wir die geopolitischen Schocks abfedern." (mp/pm) +++

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