Quantensprung für Bewohner und Mitarbeiter
Haus Emmaus zieht vom Frauenberg ins Pflegezentrum "Am Holzbach"
Fotos: Erik Spiegel
13.03.2026 / DIPPERZ -
"Wir sind seit 25 Jahren auf der Suche nach einem neuen Standort für das in die Jahre gekommene Evangelische Alten- und Pflegeheim Haus Emmaus am Frauenberg in Fulda - und heute haben wir in Frankfurt den Kaufvertrag für das neue Domizil unterschrieben", freut sich der Geschäftsführer des Trägers, Ralf Pfannkuche. Die Ev. Altenhilfe Gesundbrunnen in Hofgeismar musste fast ein Jahr verhandeln und rechnen, bis der Vertrag in trockenen Tüchern war. Denn die Vorgeschichte des geplanten Pflegeheims in Dipperz, das die Familienstiftung Pokrzewinski 2021 zu bauen begonnen hatte, endete nach langem Hin und Her in der Insolvenz.
"Die Stadt Fulda hat uns bei der Suche nach einem Grundstück unterstützt, aber wir haben vor Ort nichts Geeignetes gefunden". Seit fast 100 Jahren betreibt die Ev. Altenhilfe Gesundbrunnen das Ev. Alten- und Pflegeheim Haus Emmaus in Fulda mit 45 vollstationären Pflegeplätzen und Kurzzeitpflegeangebot. Doch der Handlungsdruck nahm zu, denn das fantastisch gelegene Haus bot den Bewohnern nicht mehr den heute erwartbaren Komfort. "Doppelzimmer ohne Nasszelle sind einfach nicht mehr zeitgemäß", sagte Einrichtungsleiter Ralf Eschbach, der sich mit allen Mitarbeitern und Bewohnern auf den Umzug in den Neubau in Dipperz freut. Auch für Bürgermeister Klaus-Dieter Vogler ist der Tag der erfreuliche Schlusspunkt unter eine lange Zitterpartie.
Ein weiterer besonderer Aspekt: Das neue Pflegezentrum wird Teil eines bereits bestehenden Quartiers. Vor Ort sind schon heute eine Apotheke, die Bäckerei Happ mit Cafeteria sowie heimverbundene Wohnungen vorhanden. Diese Wohnungen werden ebenfalls von der Ev. Altenhilfe betrieben – teilweise sind sie bereits belegt. Die aktive Vermietung der bereits fertigen Wohnungen beginnt zeitnah.
Das künftige Pflegezentrum soll konsequent auf moderne Standards ausgerichtet sein: Der stationäre Bereich umfasst ausschließlich Einzelzimmer, die komfortabel ausgestattet in zwei Wohnbereichen angelegt sind. Ein großzügiges Raumangebot, vor allem was die Gemeinschaftsflächen anbelangt, bietet gute Gestaltungsmöglichkeiten für das Leben im Quartier.
"Ich freue mich sehr darüber, dass es mit der Evangelischen Altenhilfe Gesundbrunnen einen Investor in Dipperz gibt, der den Standort fertigstellt und Perspektiven für alte und neue Bewohner, aber auch für die Region schafft," so der Insolvenzverwalter Dr. Jan Plathner in seiner Stellungnahme.
"Ich bin sehr froh, dass wir nach langen Verhandlungen zu einer guten Lösung gelangt sind. Wir freuen uns darauf, das Projekt mit den bisher am Bau beteiligten Firmen aus der Region fertigstellen zu können. Herzlicher Dank gilt Herrn Landrat Bernd Woide für die Absicherung der Refinanzierung und unseren Partnern TK Finanzgruppe, Wirtschaftskanzlei Grüter und Treugeno Kassel für die gute Zusammenarbeit", so Ralf Pfannkuche. (ci)+++