Proteste geplant

75 Jahre BKA: Kanzler Merz (CDU) zu Besuch in der Landeshauptstadt

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nimmt am Festakt zum 75-jährigen Bestehen des Bundeskriminalamts teil.
Archivfotos: O|N

12.03.2026 / WIESBADEN - Wiesbaden rückt am Donnerstag in den Mittelpunkt der deutschen Sicherheitspolitik. Anlass ist das 75-jährige Bestehen des Bundeskriminalamts (BKA), das im Kurhaus mit einem Festakt gefeiert wird. Zu den Gästen gehören zahlreiche Vertreter aus Politik, Sicherheitsbehörden und Gesellschaft - im Fokus steht dabei der Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).



Für die Landeshauptstadt bedeutet der Termin ein politisches Großereignis. Rund um das Kurhaus, die Wilhelmstraße und den Schlossplatz wird mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen und verstärkter Polizeipräsenz gerechnet. Das BKA blickt bei der Veranstaltung auf 75 Jahre Arbeit im Kampf gegen schwere Kriminalität, Terrorismus und organisierte Verbrechen zurück. Gleichzeitig soll der Blick nach vorn gerichtet werden: Themen wie Cyberkriminalität, internationale Konflikte und neue Bedrohungslagen spielen dabei eine zentrale Rolle.

Der Auftritt von Kanzler Merz verleiht dem Jubiläum zusätzliche politische Bedeutung. In seiner Rede dürfte er die Rolle der Sicherheitsbehörden in einer Zeit globaler Unsicherheiten betonen. Gerade angesichts internationaler Krisen wächst die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit von Polizei, Nachrichtendiensten und internationalen Partnern.

Proteste angekündigt

Während im Kurhaus gefeiert wird, ist vor dem Gebäude ein politischer Protest angekündigt. Auf dem Bowling Green wollen verschiedene Gruppen demonstrieren. Organisiert wird die Kundgebung von der Partei "Die Linke Wiesbaden". Die Proteste richten sich gegen die aktuelle Politik der Bundesregierung und insbesondere gegen die eingeladenen Regierungsvertreter.

Mehrere Initiativen und Bündnisse haben Unterstützung für die Demonstration angekündigt. Deshalb ist im Umfeld der Veranstaltung mit zusätzlichen Verkehrsbehinderungen und größeren Menschenansammlungen zu rechnen.

Blick nach Norwegen

Neben innenpolitischen Themen steht für die Bundesregierung derzeit auch die internationale Zusammenarbeit im Fokus. Besonders wichtig ist dabei Norwegen. Das Land ist inzwischen der größte Öllieferant Deutschlands und spielt damit eine zentrale Rolle für die Energieversorgung.

Gleichzeitig arbeiten beide Staaten eng in der Verteidigungspolitik zusammen. In Norwegen läuft derzeit die Nato-Übung "Cold Response", an der auch deutsche Soldaten teilnehmen. Außerdem wächst die Kooperation in Zukunftstechnologien - etwa bei Raumfahrtprojekten am Weltraumbahnhof Andøya. (Constantin von Butler) +++

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