"Auszubildende dringend gesucht!"
Erste Ausbildungsmesse an der ESS bringt Schüler und Betriebe zusammen
Fotos: Nicolas Kraus
12.03.2026 / FULDA -
"Auszubildende dringend gesucht!" Unter diesem Motto stand die erste Ausbildungsmesse der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda in der Eduard-Stieler-Schule (ESS). Ziel der Veranstaltung war es, Schülern den Übergang von der Schule in das Berufsleben zu erleichtern, Hemmschwellen abzubauen und frühzeitig Kontakte zu regionalen Unternehmen zu knüpfen.
Zielgruppe waren vor allem die mehr als 400 Schülerinnen und Schüler der Eduard-Stieler-Schule, die aktuell die Berufsfachschule zum Übergang in die Ausbildung besuchen. Über den gesamten Tag verteilt hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, die Ausbildungsstellenbörse im Rahmen des Unterrichts zu besuchen. Dadurch entstand eine lockere Atmosphäre, die den Erstkontakt mit den Betrieben erleichtern sollte.
Zwölf Unternehmen und eine Bandbreite an Ausbildungsberufen
Insgesamt präsentierten sich zwölf Unternehmen aus der Region und stellten rund 40 Ausbildungsberufe vor - vom Automobilverkäufer über den Zahntechniker bis hin zum Bäcker. Neu war dabei ein Konzept der Agentur für Arbeit: Bereits im Vorfeld hatten die Schüler ein Kurzprofil erstellt. In persönlichen Gesprächen konnten Unternehmen und Jugendliche anschließend prüfen, ob eine Zusammenarbeit möglich ist. Wenn es passte, erhielten die Interessierten direkt einen Vorschlag für ein Vorstellungsgespräch oder ein Praktikum. Ziel war es, den Austausch verbindlicher zu machen und konkrete Perspektiven zu schaffen.Für die Agentur für Arbeit rückt das Thema Ausbildung immer stärker in den Fokus. Ein Standbetreiber kritisiert zudem, dass es jungen Menschen vermehrt um die Bezahlung gehe und nicht um den Job an sich. Trotz vieler offener Lehrstellen werden diese zunehmend seltener besetzt. Praktika seien dabei eine wichtige Brücke, um Berufe kennenzulernen und Interesse zu wecken. Gleichzeitig beobachten Schule und Arbeitsagentur, dass sich manche Jugendliche lieber direkt für einen Job ohne Ausbildung entscheiden. Langfristig könne das jedoch Nachteile bringen, da ohne Abschluss die Chancen auf Weiterentwicklung deutlich geringer seien.