Nach Reiche-Vorstoß

Hessen sagt: Genug! Minister fordert Ende des Preis‑Chaos an Tankstellen

Die Debatte um die extrem schwankenden Spritpreise bekommt neuen Schwung.
Symbolbild: O|N / Marvin Myketin

12.03.2026 / REGION - Die Debatte um die extrem schwankenden Spritpreise bekommt neuen Schwung: Nachdem Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche angekündigt hat, Preissteigerungen an Tankstellen künftig auf einmal täglich begrenzen zu wollen, fordert nun auch Hessens Staatsminister Manfred Pentz klare Regeln für mehr Stabilität an den Zapfsäulen.



Die spürbaren Auswirkungen des Iran-Kriegs machen sich weiterhin direkt an den Tankstellen bemerkbar. Staatsminister Manfred Pentz, Hessens Vertreter im Bundesrat, erinnert in diesem Zusammenhang an einen bereits Ende des vergangenen Jahres eingebrachten Antrag der Länder.

"Es kann nicht sein, dass sich 20 Mal am Tag der Spritpreis in Deutschland ändert. Das ständige Auf und Ab an den Tankstellen muss ein Ende haben. Wir sollten uns an Österreich orientieren und Preiserhöhungen nur noch einmal täglich erlauben", erklärt er. "Geschehen ist seitdem: nichts."

Beitrag zu Beruhigung und Stabilität

Die Initiative aus Baden-Württemberg, der Hessen zugestimmt hat, sieht verbindliche Mindestabstände zwischen Preisänderungen vor. Das solle Verbraucherinnen und Verbrauchern helfen, die Preisbewegungen besser nachvollziehen zu können – ohne den Wettbewerb zu blockieren. Pentz betont, dass eine solche Regelung nicht automatisch für niedrigere Preise sorgen werde. "Aber in der aktuellen Situation wäre es ein Beitrag zu Beruhigung und Stabilität, der auch langfristig wirken könnte."

Deutliche Kritik äußert der Minister gegenüber einem staatlich finanzierten Tankrabatt oder einem Spritpreisdeckel. Solche Modelle seien teuer, wirkten kaum nachhaltig und belasteten am Ende die Steuerzahler. Eine Marktprüfung durch das Bundeskartellamt hält er hingegen für sinnvoll. (mmb) +++

Minister Manfred Pentz (CDU): \"Schluss mit dem\r\nZickzack-Kurs\"
Foto: O|N Archiv / Hendrik Urbin

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