"Ich kann das genauso gut!"
Frauen, die bewegen: Eine Ausstellung über Mut, Leistung, Gleichberechtigung
Fotos: Carina Jirsch
10.03.2026 / FULDA -
Zur Frauenwoche haben sich sechs Fuldaer Unternehmen - die EDAG Group, JUMO, das Klinikum Fulda, Heurich, die RhönEnergie Gruppe und Zufall - zusammengeschlossen, um gemeinsam Haltung zu zeigen. Mit einer Ausstellung, die vom 6. bis 20. März im Foyer des Kundenzentrums der RhönEnergie (Löherstraße 52) zu sehen ist, machen sie sichtbar, was längst Realität ist: Frauen gestalten Technik, Medizin, Energie, Logistik und Industrie entscheidend mit. Die Fotografien, aufgenommen vom heimischen Fotografen Walter Rammler, zeigen Frauen in authentischen Arbeitssituationen und rücken ihre tägliche Leistung ins Licht. Womenpower gibt's hier also ganz viel zu sehen!
Was Frauen brauchen? "Entschlossenheit, um neue Wege zu gehen"
Unter dem Titel "Frauen schaffen Zukunft" eröffnete Volker Nies, Pressesprecher der RhönEnergie, am Montagnachmittag die Ausstellung zur Frauenwoche. Ein einführender Film zeigte, wie die Fotos entstanden sind, und machte deutlich, wie viel Mut hinter jedem einzelnen Porträt steckt. Vertreterinnen und Vertreter verschiedenster Unternehmen waren anwesend und schnell wurde klar: Frauen brauchen einfach mehr Entschlossenheit und Power, um neue Wege zu gehen. Jeweils zwölf Frauen wurden fotografiert - Persönlichkeiten, die für viele andere ein Beispiel werden sollen. "Wir setzen ein Zeichen für mehr Sichtbarkeit in der Arbeitswelt und für eine Unternehmenskultur, in der weibliche Kompetenz und Führungsstärke selbstverständlich sind", brachte es Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Fulda, auf den Punkt.
"Es bewegt sich etwas, aber wir sind noch längst nicht am. Ziel"
Gelobt wurde die Ausstellung von Katharina Rossbach, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Fulda. Sie hob hervor, dass die porträtierten Frauen "mit ihrem Wissen und Engagement Fulda hervorbringen". Besonders im Fokus ihrer Ansprache: MINT-Berufe. "Jede fünfte Person in einem MINT-Beruf ist eine Frau - in technischen Berufen liegt der Anteil noch darunter." Gleichzeitig wachse das Interesse junger Frauen an MINT-Studiengängen. Rossbach fasste ergänzend zusammen: "Es bewegt sich etwas, aber wir sind noch längst nicht am Ziel."Für Patricia Fehrmann, Unternehmerin und Vizepräsidentin der IHK Fulda, stand fest: "Frauen sind ein entscheidender Motor für Innovation und Wachstum." Die Ausstellung solle Mut machen, den eigenen Weg zu gehen und Verantwortung zu übernehmen.
Bitte mehr davon: "Ich kann das genauso gut!"
In der anschließenden Podiumsdiskussion mit sechs Unternehmensvertreterinnen wurde deutlich: "Es hat sich eniges geändert, aber wir sind noch lange nicht am Ende." Alina Heurich, Geschäftsführerin von Heurich GmbH & Co. KG, forderte zum einen: "Wir müssen über Leistung sprechen." Susanne Brune, Abteilungsleiterin der Personalentwicklung bei der EDAG Group, ergänzte: "Ich wünsche mir, dass mehr Frauen die innere Überzeugung haben: Ich kann das genauso gut." Heurich warnte zudem: "Wenn man in Geschlechterrollen denkt, nimmt man sich viele Möglichkeiten weg." Weitere Impulse kamen von Alexandra Vogler, Leiterin des Personalmanagements bei JUMO: "Interesse muss schon in der Schule gefördert werden." Kathrin Fehler, Bereichsleiterin der Produktion Zufall Fulda, sagte: "Man muss sich etwas zutrauen - und braucht die richtigen Mentoren." Auf die Frage, was Frauen besonders gut können, lautete die Antwort von Prof. Dr. Marion Haubitz, Direktorin der Medizinischen Klinik III, Nieren- und Hochdruckerkrankungen am Klinikum Fulda, glasklar: "Kommunikation!". Die anderen, darunter auch Nina Schneider, Personalchefin der RhönEnergie-Gruppe, ergänzten: der Umgang miteinander sowie emotionale Intelligenz.