Kandidaten im Check
Ein echter Haunetaler Junge: Timo Lübeck (CDU) strebt zweite Amtszeit an
Archivbilder: privat
06.03.2026 / HAUNETAL -
Am Super-Wahlsonntag dürfen die Wähler in einigen Gemeinden ein zusätzliches Kreuzchen machen: Neben den kommunalen Parlamenten wird beispielsweise in der Marktgemeinde Haunetal (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) der Bürgermeister gewählt. Einziger Kandidat ist Amtsinhaber Timo Lübeck (CDU).
Seine Wiederwahl gilt entsprechend als sicher. Trotzdem nimmt er den Wahlkampf ernst und möchte seine Kommune weiterhin auf Kurs halten und vor allem weiterentwickeln.
O|N: Warum haben Sie sich entschieden, für das Bürgermeisteramt in einer weiteren Amtszeit zu kandidieren?
O|N: Rückblickend: Was war das eindrucksvollste Erlebnis ihrer bisherigen Amtszeit?
O|N: Sie haben drei Wünsche frei: Was würden Sie sich für Ihre Kommune wünschen?
Timo Lübeck: "Das ist wenig überraschend: Erstens eine bessere Finanzausstattung. Wir haben dabei in Haunetal zuletzt Fortschritte gemacht, aber insgesamt gibt es eine dauerhafte und massive Unterfinanzierung der Gemeinden, die mit viel zu hohen Abgaben, etwa der Kreis- und Schulumlage, einhergeht. Zweitens weniger Standards und Bürokratie in fast allen Bereichen. Das ist in Zukunft weder zu bezahlen noch personell abzuarbeiten. Und deshalb bräuchte es drittens: Mehr Vertrauen in die handelnden Personen und Gremien vor Ort. Wenn es nicht in allen drei Punkten schnell zu spürbaren Veränderungen kommt, werden manche Dinge, die heute noch selbstverständlich sind, in Zukunft nicht mehr zu bezahlen sein."
Timo Lübeck: "Wir müssen weiter kontinuierlich in unsere teilweise recht alte Infrastruktur investieren – ein Schwerpunkt wird dabei die Trinkwasserversorgung sein. Eine andere wichtige Frage, die viele Menschen umtreibt, ist, ob es in den nächsten Jahren noch eine Hausarztpraxis vor Ort gibt. Da müssen wir uns drum kümmern, auch wenn originär eigentlich andere zuständig sind. Und beim Thema Glasfaser sind wir trotz öffentlicher Ausbauzusagen noch nicht vorangekommen. Das ärgert mich und muss sich ändern."
O|N: Mit welchem Slogan werben Sie um die Wähler?
Timo Lübeck: ""Viel getan. Viel zu tun." trifft es, glaube ich, ganz gut. Bei der vergangenen Wahl war es "Haunetal kann mehr." Gemeinsam haben wir bewiesen, dass das auch so ist. Wir haben immer noch viele Herausforderungen und auch Dinge, die man besser machen kann. Insgesamt ist das heute aber doch eine ganz andere Situation als in den zehn Jahren vor meiner Amtszeit."
O|N: Wo liegen Ihre Stärken?
Timo Lübeck: "Das sollen andere beurteilen. Aber vielleicht darf ich eine Sache nennen, auf die ich besonders stolz bin: In den gemeindlichen Gremien pflegen wir mittlerweile einen konstruktiven und sachbezogenen Stil. Pressewirksame Streitigkeiten, die nichts voranbringen, gehören der Vergangenheit an. Parteiübergreifend möchte ich auch weiterhin mit allen Fraktionen erfolgreich für Haunetal zusammenarbeiten."
Timo Lübeck: "Egal ob in den Ortsbeiräten, bei der Feuerwehr, der Kirchengemeinde, dem Mehrgenerationenhaus oder in unseren zahlreichen Vereinen - die Politik kann viel beschließen, wenn am Ende die Bürger nicht mitmachen, wird es nichts. Bei uns machen viele mit und darauf können wir stolz sein. Und wenn viele mit anpacken, kommen auch so besondere Dinge wie das Haune-Rock-Festival, das Theater auf der Burgruine, der Bauernmarkt oder unser Karneval zustande, um nur ein paar wenige zu nennen."
O|N: Was haben wir Sie nicht gefragt, worauf Sie aber gerne eine Antwort geben möchten?
Timo Lübeck: "Die Fußballer der SG Haunetal schaffen den Klassenerhalt in der Kreisoberliga und die Handballer des TV Hersfeld steigen in die Regionalliga auf!"