Regierungschef Rhein: "Demokratie schützen!"
Heimatschützer schwören Treue: 100 Rekruten legen feierliches Gelöbnis ab
Fotos: Carina Jirsch
27.02.2026 / FULDA -
Mit dem Einmarsch der Ehrenformation begann der Appell pünktlich. Neben Angehörigen und Freunden waren unter anderem Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU), Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU), der Kasseler Regierungspräsident Mark Weinmeister (CDU), Bundestagsabgeordneter Jan Nolte (AfD), Landtagsabgeordneter Thomas Hering (CDU), Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann (CDU), die Ex-Staatssekretäre Dr. Walter Arnold und Prof. Dr. Wolfgang Dippel (beide CDU), DRK Fulda-Chef Christoph Schwab sowie Osthessens Polizeipräsident Michael Tegethoff unter den Gästen.
"Sie verpflichten sich, Deutschland zu dienen"
Oberst Siegfried Zeyer, Kommandeur des Heimatschutzregiments 5, begrüßte die Rekruten mit den Worten: "Sie verpflichten sich, Deutschland zu dienen - zur Bewahrung unserer freiheitlich-demokratischen Idee." Zugleich dankte er der Stadt: "Ich bedanke mich, dass wir in Fulda unser feierliches Gelöbnis durchführen dürfen." Mit Blick auf die angetretenen Soldaten betonte er: "Sie sind unsere Heimatschützer." Rhein warnt vor Gefährdung von Demokratie und Freiheit
Auch Ministerpräsident Boris Rhein würdigte den Schritt der Soldaten. "Das ist ein ganz besonderer Tag. Sie sind im Dienst für die Bundesrepublik Deutschland. Sie geloben, Deutschland zu dienen und zu verteidigen." In einer Zeit wachsender internationaler Spannungen sei ihr Engagement von herausragender Bedeutung: "Es ist eine der herausforderndsten und konfliktreichsten Zeiten seit Ende des Zweiten Weltkriegs." Rhein mahnte: "Entweder sichern wir unsere Demokratie selbst oder andere entscheiden über unsere Freiheit." Die Angetretenen seien "das personifizierte Schutzversprechen des Staates". Recht und Freiheit seien "das Fundament unserer Demokratie".Bewusstes Zeichen: Gelöbnis im Herzen der Stadt
Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld sprach von einer "großen Ehre" für Fulda, Gastgeber dieses feierlichen Gelöbnisses zu sein. Dass die Rekruten des Heimatschutzregiments 5 ihr Bekenntnis zur Bundesrepublik Deutschland im Herzen der Stadt ablegten, sei ein bewusstes Zeichen. Mit Blick auf die weltpolitische Lage wurde Wingenfeld deutlich: Der Krieg in der Ukraine zeige,"unser Friede ist nicht selbstverständlich". Sicherheit, Freiheit und Stabilität seien keine Garantien, sondern müssten immer wieder neu gesichert werden. Deshalb gelte der Grundsatz: "Wer Frieden will, der muss zur Verteidigung bereit sein." Es gehe dabei nicht nur um politische Debatten auf Bundesebene, sondern auch um Haltung im Alltag. "Es ist wichtig, dass wir uns nicht nur in der Theorie, sondern auch vor Ort zu einer wehrhaften Demokratie bekennen. Fordernde Ausbildung stärkt Zusammenhalt und Überzeugung
Für die Rekruten sprach Gefreiter Henning Schmitt. "Wir sind hier, weil wir uns freiwillig entschieden haben, diesen Weg zu gehen", sagte er. "Jeder Einzelne steht hier aus Überzeugung." Die Ausbildung sei fordernd gewesen: "Doch keiner der Herausforderungen war zu groß für uns. Im Gegenteil: Sie haben uns stärker gemacht." Man habe sich entschieden, "Verantwortung zu tragen". Disziplin, Durchhaltevermögen und Stolz seien die Werte, die sie dabei leiteten.