Vier Stätten jüdischer Geschichte
Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow besucht Erinnerungsorte im Vogelsberg
Foto: Die Linke Vogelsbergkreis
25.02.2026 / REGION VB -
Auf Einladung der Vogelsberger Linken hat der Vizepräsident des Deutschen Bundestages und ehemalige Ministerpräsident Thüringens, Bodo Ramelow, mehrere Erinnerungs- und Gedenkorte im Vogelsberg besucht. Im Mittelpunkt der Rundfahrt standen Einrichtungen, die sich mit jüdischem Leben, regionaler Geschichte und der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigen.
Zum Auftakt machte die Gruppe Station in der Gedenkstätte Speier im Alsfelder Stadtteil Angenrod. Dort erklärte Joachim Legatis vom Trägerverein, dass Angenrod um 1860 einen außergewöhnlich hohen jüdischen Bevölkerungsanteil hatte – rund 42 Prozent, der zweithöchste Wert in Hessen. Die Einrichtung versteht sich als Lernort für Schulklassen und bietet neben einer Ausstellung auch digitale Rundgänge zur Geschichte jüdischen Lebens in der Region. Vertreterin des Ortsbeirats, Christa Haidu, zeigte sich erfreut über den Besuch.
Kaffee und Kuchen mit Ramelow
Dritte Station der Tour war die ehemalige Synagoge Kestrich im Feldatal. Dort berichtete der frühere Bürgermeister Dietmar Schlosser eindrücklich über die jüdische Geschichte des Ortes. Anschließend bestand im Bürgerhaus die Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen mit Ramelow und den Vertretern der Vogelsberger Linken ins Gespräch zu kommen.Zum Ende des Besuchs zeigten sich Ramelow und Schnell beeindruckt: "Es war eine bewegende Tour. Wir danken den vielen Ehrenamtlichen, die sich so intensiv kümmern. Das war sehr beeindruckend." (mmb/pm) +++