Vor dem Esperanto-Hotel
Nach tödlichem Angriff auf Bahn-Mitarbeiter: EVG ruft zur Demonstration auf!
Archivfotos: O|N / Rene Kunze
25.02.2026 / FULDA -
Nach dem tödlichen Übergriff auf ihren Kollegen Serkan Çalar ruft die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am Mittwoch zu einer Kundgebung in Fulda auf. Die Gewerkschaft betont, dass nach diesem Vorfall "nicht zur Tagesordnung übergegangen werden darf" und fordert Politik, Aufgabenträger und Unternehmen auf, endlich für mehr Sicherheit für die Beschäftigten zu sorgen.
Der 36-jährige Zugbegleiter Serkan C., der 15 Jahre bei der Bahn gearbeitet hatte, wurde bei einer Ticketkontrolle im Regionalzug bei Landstuhl in Rheinland-Pfalz von einem 26-jährigen Fahrgast angegriffen und tödlich verletzt. Nach Augenzeugenberichten soll der Zugbegleiter zunächst versucht haben, die Situation zu deeskalieren. Als der Mann des Zuges verwiesen wurde, habe er "hemmungslos" auf Serkan C. eingeschlagen.
Vor dem Esperanto-Hotel
Die Kundgebung findet am Mittwoch um 18:45 Uhr vor dem Esperanto-Hotel in Fulda statt. Die EVG nutzt das Treffen des "Bundesverbands Schienennahverkehr", um auf die Sicherheitslage der Eisenbahner aufmerksam zu machen und politischen Druck aufzubauen. "Wir fordern Politik, Aufgabenträger und Unternehmen auf, endlich für mehr Sicherheit für unsere Beschäftigten zu sorgen", heißt es in einer Mitteilung der EVG. Angriffe auf Bahn-Mitarbeiter sind Alltag
Angriffe auf Bahn-Mitarbeiter sind in Deutschland keine Ausnahme: Von Januar bis Oktober 2025 wurden 2.987 Beschäftigte Opfer von Straftaten, darunter 1.148 Fälle von Bedrohung, 1.231 Fälle von Körperverletzung und 324 Fälle von gefährlicher Körperverletzung, so das Bundesinnenministerium. Nach Angaben der Deutschen Bahn ist der tödliche Angriff auf Serkan Çalar der erste Fall dieser Schwere. (Constantin von Butler) +++