Fastenhirtenwort 2026
Bischof Gerber ruft auf: Die Kirche trägt den Menschen in Krisenzeiten
Foto: Bistum Fulda / Dr. Arnulf Müller
24.02.2026 / FULDA -
Kirche beginnt dort, wo Menschen einander in Krisen nicht ausweichen, sondern einander tragen. Diese Perspektive hat Bischof Dr. Michael Gerber in seinem Fastenhirtenwort 2026 entfaltet. Der Fuldaer Bischof beschreibt Glauben als Beziehungsgeschehen "von Mensch zu Mensch und von Herz zu Herz". Das Hirtenwort wurde am ersten Fastensonntag in allen Kirchen des Bistums verlesen; im Fuldaer Dom trug es der Bischof selbst vor.
In den Mittelpunkt seines Hirtenworts 2026 stellt Bischof Dr. Michael Gerber die Überzeugung, dass Glaube vor allem in persönlichen Beziehungen wächst. Kirche lebe "von Mensch zu Mensch und von Herz zu Herz", betont der Bischof. In Zeiten von Krankheit, Einsamkeit oder existenzieller Verunsicherung komme es weniger auf schnelle Antworten als auf verlässliche Präsenz an. Dabei sei entscheidend nicht die schnelle Erklärung, sondern eine Haltung des aufmerksamen Zuhörens und des gemeinsamen Aushaltens von Spannungen.
Geduld statt schneller Lösungen
Als biblisches Leitbild nennt Gerber die Begegnung von Maria und Elisabeth. Zwei Menschen in herausfordernden Situationen begegneten einander mit Offenheit und Vertrauen. Darin erkennt er ein Grundmuster kirchlichen Handelns: Beziehung stifte Hoffnung, bevor Antworten formuliert werden.Fastengespräche und Materialien online
Begleitend zum Hirtenwort laden auch in diesem Jahr digitale Fastengespräche dazu ein, die Impulse der Fastenzeit gemeinsam zu vertiefen. In mehreren Online-Terminen geht es um die Begleitung von Menschen in Krankheit, Trauer und existenziellen Krisen.Text, Fürbitten, Audioaufnahme sowie weitere Informationen zum Fastenhirtenwort und zu den begleitenden digitalen Fastengesprächen sind im Internet abrufbar unter: www.fastenzeit.bistum-fulda.de (pm/cb) +++