Erste Hinweise liegen vor!
Massive Zollkontrollen in Hessen: Auch Fulda im Fokus der Mindestlohnprüfung
Foto: Hauptzollamt Gießen
23.02.2026 / REGION -
Mehr als 50 Zöllner des Hauptzollamtes Gießen waren am vergangenen Donnerstag in Nord- und Osthessen im Einsatz, um die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns zu überprüfen. Im Visier standen unter anderem Imbissbetriebe, Lebensmittelgeschäfte, Fitnessstudios, Autowerkstätten und ähnliche Branchen. Insgesamt kontrollierten die Einsatzkräfte 18 Betriebe mit 81 Beschäftigten - darunter auch zwei Betriebe in der Region Fulda mit 16 Arbeitnehmern.
Die Prüfungen verteilten sich auf mehrere Regionen: Im Raum Kassel wurden vier Betriebe mit 13 Personen kontrolliert, im Raum Fulda zwei Betriebe mit 16 Beschäftigten, und in Hersfeld, Eschwege sowie im Schwalm-Eder-Kreis insgesamt zwölf Betriebe mit 52 Personen. Ziel der Kontrollen war es, sicherzustellen, dass der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro eingehalten und alle Dokumentationspflichten korrekt erfüllt werden.
Erste Hinweise auf Verstöße
Die ersten Ergebnisse der Prüfungen zeigen bereits Hinweise auf Verstöße, insbesondere auf Unterzahlungen unterhalb des Mindestlohns. Nun müssen die vor Ort erhobenen Aussagen der Beschäftigten mit den Lohn- und Finanzunterlagen der Unternehmen sowie weiteren relevanten Dokumenten abgeglichen werden, um Art, Umfang und Dauer der Beschäftigungsverhältnisse genau zu prüfen.Prävention und Aufdeckung von Schwarzarbeit
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit führt regelmäßig regionale Sonderprüfungen auf Basis eines risikoorientierten Prüfungsansatzes durch. Diese Maßnahmen dienen nicht nur der Aufdeckung und Ahndung von Verstößen, sondern sollen auch die gesellschaftliche Akzeptanz von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung senken.