Hier gibt es den Raum für das Echte
Neue Tourismusstrategie vorgestellt - Mischak: Müssen wieder Vollgas geben
Fotos: Sabine Galle-Schäfer/Vogelsbergkreis
22.02.2026 / REGION VB -
Manchmal ist weniger eben mehr – und genau da setzt die Tourismusstrategie Vogelsberg 2030+ an: Die Region will sich als Gegenpol zum hektischen Alltag präsentieren, hier reduziert man sich auf das Wesentliche, hier kann man ganz bewusst entschleunigen, hier gibt es Natur, Ruhe und Erholung.
"Die Menschen selbst sind unsere Botschafter. Die Authentizität ist unser großer Pluspunkt: Hier wird gehalten, was man versprochen hat", betont Petra Schwing-Döring, die Geschäftsführerin der Vulkanregion Vogelsberg Tourismus GmbH (VVT), am Rande der jüngsten Gesellschafterversammlung, in der der Blick Richtung Zukunft geht: Cornelius Obier von der Project M GmbH, einer Unternehmensberatung für Destinationsentwicklung, stellt das neue Konzept für den Vogelsberg vor, dessen Umsetzung wird die Tourismus-Experten dann wohl die nächsten zweieinhalb Jahre beschäftigen.
Das ist "kein Selbstläufer" hier in der Region
Damit der Tourismus dauerhaft ein Wirtschaftsfaktor bleibt, "müssen wir gegensteuern", gibt der Unternehmensberater die Richtung vor. "Der Tourismus muss eine stabile Quelle bleiben." Aber: Das ist "kein Selbstläufer" hier in der Region. Obier sieht nur einen Ausweg: "Man muss sich einmal entscheiden, in den Tourismus zu investieren." Wie damals, als der Vulkanradweg angelegt wurde und "das hatte zur Folge, dass auch viele Private investiert haben". Der Referent macht Mut: "Sie haben die Erfahrung ja schon gemacht, die sofort für einen touristischen Fortschritt gesorgt hat." Eigentlich müssten solche Schlüssel-Investitionen alle drei, vier, fünf Jahre vorgenommen werden."Wir müssen das, was wir haben, stärker machen"
Landrätin Schneider ruft in diesem Zusammenhang auch zu mehr interkommunaler Zusammenarbeit auf. Touristische Arbeitsgemeinschaften (TAG) könnten mehrere Städte und Gemeinden mit einer gemeinsamen Leitlinie verbinden. Dadurch erhielten sie mehr Schlagkraft und die beteiligten Kommunen könnten sich die Kosten teilen. "Solche TAGs müssten wir eigentlich flächendeckend einrichten, gerade auch die starken Orte müssen da mitmachen, wir brauchen diese Zusammenarbeit", unterstreicht auch Landrat Mischak. "Wir müssen das, was wir haben, stärker machen", sagt Mischak und denkt da in erster Linie an die Rad- und Wanderwege. Gestärkt werden muss zudem das gastronomische Angebot.