Tatverdächtiger (20) aus Bad Hersfeld

Falscher Zivilpolizist lockt 12-jähriges Kind mit Handschellen vom Sportplatz!

Der Mann gab sich gegenüber den Kindern auf dem Sportplatz als Zivilpolizist aus und zeigte zur Untermauerung seiner Behauptung Handschellen vor.
Symbolfoto: Pixabay

13.02.2026 / BAD SOODEN-ALLENDORF/BAD HERSFELD - Am 10. Februar 2026 kam es in Bad Sooden-Allendorf (Werra-Meißner-Kreis) zu einem Vorfall, bei dem ein 12-jähriger Junge Opfer einer mutmaßlichen Freiheitsberaubung wurde. Gegen 19:19 Uhr wurde der Junge im Bereich des Sportplatzes in der Straße "Huhngraben" von einem ihm unbekannten Mann angesprochen. Der 12-Jährige befand sich zu diesem Zeitpunkt in Begleitung eines Freundes. Der Mann gab sich gegenüber den Kindern als Zivilpolizist aus und zeigte zur Untermauerung seiner Behauptung Handschellen vor.



Im weiteren Verlauf fasste der Unbekannte den Jungen am Arm und forderte ihn auf, mitzukommen. Währenddessen lief der Begleiter davon und informierte eine Vertrauensperson. Durch den Griff am Arm erlitt der 12-Jährige ein Hämatom und wurde leicht verletzt.

Nach bisherigen Ermittlungen führte der Tatverdächtige den Jungen über einen Feldweg in Richtung eines Waldgebietes und kehrte anschließend auf demselben Weg zurück. Die alarmierte Polizei leitete umgehend eine Fahndung ein und konnte den Tatverdächtigen gegen 21:20 Uhr im Bereich "Schloss Rothestein" gemeinsam mit dem Jungen antreffen. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 20-jährigen Mann aus Bad Hersfeld. Er wurde vorläufig festgenommen. Der 12-Jährige konnte wohlbehalten seinem Vater übergeben werden.

Die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben, dass der Tatverdächtige – abgesehen von dem Griff an den Arm – weder körperliche noch verbale Gewalt gegenüber dem Kind ausgeübt haben soll. Der 20-Jährige ist den Behörden als psychisch auffällig bekannt. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Freiheitsberaubung eingeleitet.

In seiner polizeilichen Vernehmung machte der Beschuldigte keine Angaben zur Sache. Die zuständige Staatsanwaltschaft Kassel beantragte einen Untersuchungshaftbefehl. Das zuständige Gericht entsprach diesem Antrag, sodass der Heranwachsende am Mittwoch in Untersuchungshaft überführt wurde. (ms/pm) +++

Der 20-Jährige ist den Behörden als psychisch auffällig bekannt. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Freiheitsberaubung eingeleitet.
Symbolfoto: O|N/Henrik Schmitt

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