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Drei Festnahmen!

Aktivisten stürmen Hessen-Mobil-Büro und kleben sich an Fensterbrett fest

Die Aktivisten klebten sich an die Fenster
Fotos: Marvin Myketin

10.02.2026 / SCHOTTEN - Zu einem außergewöhnlichen Einsatz kam es am Montagmorgen in Schottten im Vogelsbergkreis. Die Aktivisten-Gruppe "Krokodil gegen Hessen Mobil" stürmte die Büroräume von Hessen Mobil und klebte sich mit Sekundenkleber an die Fensterbretter (wir berichteten). Die Polizei war bis in den Nachmittag im Einsatz.


Hintergrund ist die Planung und Umsetzung der umstrittenen B49 zwischen Lindenstruth und Reiskirchen (Landkreis Gießen) durch Hessen Mobil. Die Aktivisten kritisieren dieses Projekt als "überflüssig". Mit der Aktion solidarisieren sich die Aktivisten mit der Baumbesetzung auf der geplanten B49-Trasse in Reiskirchen.

Kurz nach 10 Uhr erhielt die Polizei Osthessen den Hinweis eines Mitarbeiters von Hessen Mobil in der Vogelsbergstraße, dass sich mehrere Personen unberechtigt in den dortigen Büroräumen aufhalten würden. Daraufhin wurden mehrere Einsatzkräfte entsandt. Vor Ort konnten insgesamt vier Personen festgestellt werden, die sich unbefugt in einem Büro aufhielten und sich nach eigenen Angaben einer Aktivistengruppe zuordnen.

Aus einem Fenster des Büros im zweiten Obergeschoss war ein Banner herausgehängt worden. Dieses wurde durch die Polizei entfernt und zunächst sichergestellt. Eine männliche Person konnte zeitnah aus dem Gebäude begleitet werden. Die Beamten stellten die Personalien fest und sprachen einen Platzverweis aus. Drei weitere weibliche Personen hatten sich in dem Büro mit Sekundenkleber an einem Fensterbrett fixiert.

Drei weibliche Personen vorübergehend festgenommen

Die Polizei stand in engem Austausch mit der Feuerwehr, um die Lösung der Klebestellen sowie alle erforderlichen Maßnahmen zur Sicherung der Personen vorzubereiten. "Deren Schutz und die Sicherheit hatten dabei oberste Priorität. Entsprechend gingen die Einsatzkräfte äußerst behutsam und professionell vor, um Verletzungen zu vermeiden. Die Feuerwehr installierte vorsorglich ein Sprungkissen unter dem betroffenen Fenster", heißt es vonseiten der Polizei.

Erst im Anschluss traten die Einsatzkräfte an die Personen heran, sicherten diese und begannen mit der vorsichtigen Lösung der Klebestellen. Die Maßnahmen dauerten bis etwa 14:25 Uhr an.

Die drei weiblichen Personen wurden im Anschluss unverletzt vorübergehend festgenommen und zur Durchführung weiterer polizeilicher Maßnahmen zum Polizeiposten in Schotten gebracht. Die Polizei hat Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs aufgenommen. Zudem wird geprüft, ob weitere strafrechtlich relevante Tatbestände vorliegen. (Moritz Pappert) +++

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