Demokratie demonstriert
Fulda stellt sich quer: Lautstarker Gegenprotest zur AfD-Veranstaltung
Fotos: Rene Kunze
08.02.2026 / FULDA -
Fulda hat am Freitagabend ein deutliches Signal gegen rechte Hetze gesetzt. Rund um die AfD-Wahlkampfveranstaltung in Johannesberg versammelten sich etwa 90 Bürger, um ihren Protest gegen die rechtspopulistische Partei sichtbar zu machen. Die Mitglieder von "Fulda stellt sich quer" riefen zu einer Kundgebung auf, die lautstark, friedlich und konsequent verlief. Transparent- und Plakataktionen, gemeinsame Sprechchöre und eine klare Haltung der Demonstrierenden.
"Wir reden hier nicht über einen politischen Mitbewerber mit anderen Ideen, sondern über eine Partei, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird und die systematisch daran arbeitet, demokratische Werte auszuhöhlen", erklärte Andreas Goerke, Vorsitzender von Fulda stellt sich quer, gegenüber OSTHESSEN|NEWS. Die Demonstrierenden wollten deutlich machen, dass die AfD in Fulda nicht als normale politische Kraft wahrgenommen werden dürfe.
Demonstrierende skandieren laut gegen Hass und Hetze
Immer wieder skandierten die Demonstrierenden Parolen gegen Hass und Hetze und setzten damit ein Zeichen für Solidarität und demokratische Werte. "Wer Hass sät, spaltet unsere Stadtgesellschaft - und dem stellen wir uns entgegen. Laut, sichtbar und konsequent", so Goerke. "Politik der Spaltung"
Die Protestierenden machten deutlich, dass die AfD in Fulda keine demokratische Streitkultur verkörpere. "Die Kandidaten der AfD in Fulda stehen nicht für eine demokratische Streitkultur, sondern für eine Politik der Spaltung", betonte Goerke. "Das ist ihr politisches Profil - und das lehnen wir entschieden ab." Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich aktiv an der Kundgebung, hielten Schilder hoch und setzten damit ein sichtbares Zeichen gegen rechte Parolen. Friedlich und sichtbar
Während die AfD laut der Protestierenden auf Angst, Hass und Schuldzuweisungen setzt, zeigte der Abend, dass demokratische Partizipation in Fulda funktioniert. Die Gegendemonstration verlief friedlich, die Bürgerinnen und Bürger setzten auf Dialog und Sichtbarkeit. "Demokratie bedeutet Zusammenarbeit trotz Unterschiede", erklärte Goerke. "Die AfD verweigert genau das - und stellt sich damit selbst außerhalb des demokratischen Konsenses."