Mehr Sicherheit, weniger Risiko
Fastnacht in Osthessen: Mehr Polizei als je zuvor sorgt für Sicherheit
Archivfoto: O|N / Martin Engel / Hendrik Urbin
08.02.2026 / REGION -
Die närrische Saison in Hessen startet mit Rekordpersonal: Mehr als 16.000 Polizistinnen und Polizisten werden in diesem Jahr für die Fastnachtsumzüge im Einsatz sein - so viele wie nie zuvor. Vor allem in Osthessen bereitet die Polizei umfangreiche Maßnahmen vor, um die Sicherheit von Teilnehmerinnen, Zuschauern und Anwohnern zu gewährleisten. Neben den üblichen Absperrungen und Verkehrskontrollen rückt dabei auch die Prävention gegen Straftaten und alkoholbedingte Vorfälle in den Fokus.
Die hessische Polizei hat angekündigt, bei den Umzügen verstärkt Präsenz zu zeigen. "Mit Beginn der närrischen Zeit nehmen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger an Fastnachtsveranstaltungen teil. Die Polizei Osthessen weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Alkohol und Drogen im Straßenverkehr ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen", teilt das Polizeipräsidium Osthessen mit. Besonders junge Fahrerinnen und Fahrer bis 21 Jahre müssen sich an die Null-Promille-Grenze halten. Ziel der Maßnahmen sei es, Unfälle zu verhindern und alle Verkehrsteilnehmenden bestmöglich zu schützen.
Polizei, Sicherheitszonen und Karneval
Für Fulda bedeutet dies, dass der Rosenmontagsumzug als größter Fastnachtszug der Region mit rund 4.000 aktiven Teilnehmern besonders abgesichert wird. Die Strecke schlängelt sich über rund zwei Kilometer durch die Innenstadt, die Zufahrtswege sind weitgehend gesperrt. Der Einsatz von Polizeikräften und Sicherheitszonen wird ergänzt durch die Organisation der Fuldaer Karnevals-Gesellschaft, die die Kosten für Absperrungen und Sicherheitsmaßnahmen mit Zuschüssen, Fördermitteln und Spenden deckt. Zudem profitiert der Umzug von der bestehenden Waffenverbotszone in der Innenstadt, die zusätzliche Sicherheit bietet. Prävention nach Unglück
Auch in anderen hessischen Städten laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. In Volkmarsen, wo vor sechs Jahren ein Mann absichtlich in eine Menschenmenge fuhr, wird erneut eine umfassende Schutzzone errichtet, die sowohl während des Kinderumzugs als auch beim Rosenmontagsumzug greift. Fußläufig ist alles erreichbar, Kraftverkehr kann in diesen Bereichen nicht passieren. Straftaten haben Folgen
Die osthessische Polizei betont, dass die Fastnachtsbesucherinnen und -besucher selbst einen wichtigen Beitrag leisten können: verantwortungsbewusstes Verhalten, gegenseitiger Respekt und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sollen helfen, dass alle sicher und gesund nach Hause kommen. Wer alkohol- oder drogenbedingt am Straßenverkehr teilnimmt und in einen Unfall verwickelt wird, muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen, darunter Entzug der Fahrerlaubnis, Geldstrafen oder Fahrverbote.