Hessische Top-Athleten bereit

Großereignis, Gänsehaut, Gold: Die Olympischen Winterspiele beginnen!

Katharina Schmid führt die deutsche Fahne bei der Nationenparade in Predazzo.
Foto: Wikimedia/Steffen Prößdorf

06.02.2026 / MAILAND/REGION - Am Freitagabend richtet sich der Blick der Sportwelt nach Italien: Mit der Eröffnungsfeier in Mailand und parallel an weiteren Standorten beginnen offiziell die Olympischen Winterspiele 2026. Für das deutsche Team ist es der Startschuss in gut zwei Wochen Hochspannung - und mit dabei sind auch zahlreiche Athletinnen und Athleten aus Hessen, die auf Medaillen hoffen dürfen.



Schon vor dem ersten Wettkampf steht fest, wer Deutschland bei der Eröffnung anführt. Skispringerin Katharina Schmid und Eishockey-Star Leon Draisaitl tragen die deutsche Fahne. Schmid führt das Team bei der Nationenparade in Predazzo an, Draisaitl übernimmt diese Rolle bei der zentralen Zeremonie im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion.

Das Duo wurde in einer gemeinsamen Abstimmung von Fans und Mannschaft gewählt. Schmid zeigte sich überwältigt: Sie habe sich "mega, mega gefreut" und sei sehr aufgeregt gewesen, sagte sie bei einer Presserunde des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Draisaitl schrieb auf Instagram: "Wow, was für eine Ehre. Vielen, vielen Dank an alle, die mich gewählt haben." Allein der Gedanke an den Einlauf ins Stadion sorge bei ihm für "Gänsehaut".

Ein blick auf die hessischen Hoffnungsträger

Während die Fahne geschwenkt wird, richtet sich aus hessischer Sicht der Fokus vor allem auf den Eiskanal. Gleich mehrere Medaillenkandidatinnen kommen aus Hessen. Laura Nolte aus Frankfurt zählt im Bob zu den größten deutschen Goldhoffnungen. Gemeinsam mit Anschieberin Deborah Levi aus Dillenburg und der Wiesbadenerin Kim Kalicki bildet sie ein starkes hessisches Trio. Auch bei den Männern ist Hessen vertreten: Adam und Issam Ammour sowie Joschua Tasche, alle von Eintracht Frankfurt, wollen im Bob vorne mitfahren.

Im Eishockey hoffen Moritz Müller aus Frankfurt und der Kasseler Justin Schütz mit dem deutschen Team auf eine Überraschung. NHL-Profi Nico Sturm machte vor den Spielen deutlich, dass es nicht nur ums Dabeisein gehe: "Wenn wir da hinfahren, dann wollen wir auch etwas gewinnen", sagte er mit Blick auf das Turnier. Insgesamt schickt der DOSB 183 Athletinnen und Athleten nach Norditalien, darunter acht aus Hessen.

Die deutschen Gold-Hoffnungen

Mit Blick auf die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo werden die Medaillenchancen für Deutschland insgesamt als vielversprechend eingeschätzt. Vom 6. bis 22. Februar kämpfen die Athleten in 16 Sportarten um Edelmetall, wobei besonders in den klassischen Wintersportdisziplinen zahlreiche Podestplätze möglich erscheinen.

Schon am ersten Wettkampftag könnte es für Deutschland eine Medaille geben, etwa bei den Skispringerinnen. Nach dem starken Abschneiden bei den Spielen 2022 in Peking, als Deutschland mit 27 Medaillen Rang zwei im Medaillenspiegel belegte, soll auch in Italien wieder eine Spitzenplatzierung gelingen. Große Hoffnungen ruhen auf den Eiskanalsportarten: Im Bob, Rodeln und Skeleton zählt Deutschland zu den Top-Nationen, mit realistischen Aussichten auf mehrere Goldmedaillen.

Auch im Biathlon, Ski alpin, Freestyle und Snowboard sowie in der Nordischen Kombination werden Medaillengewinne erwartet, wenngleich die internationale Konkurrenz - insbesondere aus Norwegen, Schweden, Frankreich und dem Gastgeberland Italien - enorm ist. Ergänzt wird das deutsche Medaillenpotenzial durch Chancen im Eishockey mit NHL-Stars, im Eiskunstlauf der Paare sowie im Eisschnelllauf. (Constantin von Butler) +++

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