Stärkung der angewandten Forschung

Meilenstein für die Hochschule: Promotion zum Dr.-Ing. jetzt möglich

Minister Timon Gremmels und Prof. Dr. Karim Khakzar (links).
Archivfoto: Hochschule Fulda / Alexander Mengel

05.02.2026 / FULDA - Ein bedeutender Schritt für die Hochschule Fulda: Absolventen der Ingenieurwissenschaften können künftig auch an hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften promovieren - und damit nun auch in Fulda den Doktorgrad Dr.-Ing. erwerben.



Möglich wird dies durch das neu gegründete, hochschulübergreifende Promotionszentrum "Systemintegrierte Ingenieurwissenschaft", das gemeinsam von der Hochschule RheinMain (HSRM), der Frankfurt University of Applied Sciences, der Hochschule Fulda und der Technischen Hochschule Mittelhessen getragen wird. Die Geschäftsstelle des Promotionszentrums ist an der HSRM angesiedelt.

Mit dem neuen Zentrum ist die Hochschule Fulda nun berechtigt, den mit einer Promotion erlangten akademischen Grad des Doktors der Ingenieurwissenschaften (Dr.-Ing.) zu verleihen.

"Wichtiger Entwicklungsschritt in Hessen"

Der Präsident der Hochschule Fulda, Prof. Dr. Karim Khakzar, zeigte sich hochzufrieden:
"Nach der erfolgreichen Einführung des eigenständigen Promotionsrechts an hessischen HAWs 2016 und der späteren Ausweitung des hessischen Modells auf praktisch alle Bundesländer, stand ein wichtiger Entwicklungsschritt in Hessen an - die Gründung eines hochschulübergreifenden Promotionszentrums für die ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen. Es spiegelt auch die besondere Bedeutung der HAWs in den technischen Disziplinen wider, werden doch bundesweit die meisten Ingenieure an HAWs ausgebildet. Mit dem Promotionszentrum ‚Systemintegrierte Ingenieurwissenschaft‘ erhält nun die angewandte Forschung in diesem Bereich deutlich bessere Rahmenbedingungen."

Breite fachliche Beteiligung

Am Promotionszentrum sind Professorinnen aus den Bereichen Bauingenieurwesen, Elektro- und Informationstechnik, Geomatik, Ingenieurwissenschaften, Physikalische Technik und Maschinenbau beteiligt. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen forschen unter anderem zu Ressourceneffizienz, nachhaltiger Energiebereitstellung, medizinischer und physikalischer Technik sowie digitalisierten Systemen.

So wird beispielsweise untersucht, wie die Energienetze der Zukunft gestaltet sein müssen, damit sie gesellschaftlich akzeptiert, bedarfsgerecht und wirtschaftlich sind. Auch Verbesserungen in der Medizintechnik durch neuartige Materialien und funktionalisierte Oberflächen stehen im Fokus.

Gleichzeitig bietet das Promotionszentrum qualitätsgesicherte Bedingungen für Doktoranden und stärkt damit die angewandte Forschung im ingenieurwissenschaftlichen Bereich nachhaltig. (pm/Constantin von Butler) +++

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