Das können Sie dagegen tun
Winter Blues: Wenn die dunkle Jahreszeit auf die Stimmung schlägt
Symbolfotos: Pixabay
05.02.2026 / REGION -
Kurze Tage, graues Wetter und anhaltender Nieselregen drücken zu Jahresbeginn vielen Menschen aufs Gemüt. Hinzu kommen Rechnungen für Versicherungen, finanzielle Verpflichtungen und ein neues Jahr, das neben guten Vorsätzen oft auch zusätzliche Anforderungen mit sich bringt. Diese äußeren Faktoren bilden einen idealen Nährboden für ein Stimmungstief. Während sich dies bei manchen lediglich in einer vorübergehend gedrückten Stimmung äußert, entwickelt sich bei anderen eine behandlungsbedürftige Depression. International wird in diesem Zusammenhang häufig vom sogenannten "Winter Blues" gesprochen.
Entsprechend setzen die empfohlenen Maßnahmen direkt an den vermuteten Ursachen an, insbesondere am Licht- und Bewegungsmangel. Eine der wichtigsten Strategien ist regelmäßige körperliche Aktivität an der frischen Luft, idealerweise bei Tageslicht. Der Arbeitsalltag vieler Menschen lässt es jedoch kaum zu, an den kurzen Wintertagen vor Sonnenuntergang nach Hause zu kommen. Umso sinnvoller ist es, sofern beruflich möglich, zumindest die Mittagspause für einen Spaziergang im Freien zu nutzen.
Abgrenzung zur Depression oft schwierig
Halten die Beschwerden trotz dieser Maßnahmen an, sind sie besonders belastend oder nehmen sogar an Intensität zu, sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. In diesem Fall kann es sich um eine manifeste Depression handeln. Erste Anlaufstelle ist dabei in der Regel der Hausarzt, der die Situation einschätzen und gegebenenfalls weitere diagnostische oder therapeutische Schritte einleiten kann. (Adrian Böhm) +++