Der Stadtpfarrer bei O|N
Stefan Buß: Gedanken zum Fastnachtswochenende
Archivfoto: O|N/ Carina Jirsch
14.02.2026 / FULDA -
Wir tragen Masken — leicht und fein, aus Pappe, Glitzer, Gold und Schein. Sie funkeln hell im Kerzensaal, doch sagen sie auch, wer wir einmal im Innersten, im Tiefsten sind, wenn keiner sieht, wer lacht, wer rinnt?
Am Fastnachtssonntag stehn wir hier, mit Frohsinn, Tanz und viel Papier, mit Hüten schief und Herzen schwer, mit Lachen laut — und Sehnsucht mehr. Denn hinter jedem frohen Blick liegt auch ein Stück vom Lebensstück, das fragt nach Sinn, nach Halt, nach Grund, nach Hoffnung für die nächste Stund.
Du nimmst uns an, nicht weil wir glänzen, nicht weil wir schön die Rolle tanzen, sondern weil du uns liebst — ganz schlicht, mit unsrem Namen, unsrem Gesicht.
So wird der Narr zum Wahrheitsträger, der Spaß zum stillen Hoffnungsträger, das Lachen wird zum Dankeslied, das bis in dunkle Winkel zieht. Und Fastnacht wird zum sanften Wort: Du bist geliebt — an jedem Ort.
So feiern wir mit Herz und Hand, im bunten Kleid, im Kerzenstand, und bringen dir, was wir nur haben: uns selbst — mit Lachen und mit Fragen. Nimm uns, o Gott, in deine Zeit, durch Freude, Ernst und Ewigkeit.
So schallt es laut und stets ganz toll in diese Tage hinein:
Amen. Halleluja und Föllsch Foll hinein. (Stefan Buß) +++