Der Arbeitsmarkt im Januar
Arbeitslosigkeit steigt saisonal bedingt - Weiterhin gute Chancen für Fachkräfte
Foto: Agentur für Arbeit
31.01.2026 / REGION -
Die Arbeitslosigkeit in Ost- und Waldhessen ist im Januar gegenüber dem Vormonat angestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen liegt nun bei 8.322 und somit um 636 höher als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit um 470, bzw. 6,0 Prozent an. Parallel dazu kletterte die Arbeitslosenquote auf 4,3 Prozent (Vormonat: 3,9 Prozent, Vorjahr: 4,0 Prozent).
"Es ist üblich, dass in den Wintermonaten mehr Menschen arbeitslos werden. Zum einen laufen zum Jahresende befristete Verträge aus, zum anderen kann in den Außenberufen nur eingeschränkt gearbeitet werden", erklärt Katharina Henkel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda.
Bei der Agentur für Arbeit sind in Hersfeld-Rotenburg und Fulda 3.505 Menschen als arbeitslos registriert – das sind 457 mehr als vor einem Jahr (+15,0 Prozent). Die Jobcenter der Landkreise zählen derzeit insgesamt 4.817 erwerbslose Personen (+0,3 Prozent zum Vorjahr).
Dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur liegen im Agenturbezirk 2.192 Stellen zur Besetzung vor. Das sind lediglich 15 weniger als im Januar vergangenen Jahres. "Trotz der schwächeren Konjunktur bestehen gute Chancen auf die Aufnahme einer Beschäftigung, besonders für ausgebildete Fachkräfte", weiß Katharina Henkel. Einen großen Hebel zum Ausgleich am Arbeitsmarkt sieht sie darin, sowohl arbeitslose Menschen als auch Beschäftigte weiter zu qualifizieren. Über eine "Beschäftigtenqualifizierung" können sich beispielsweise Menschen aus dem Helferbereich durch eine betriebliche Umschulung oder eine kürzere "Anpassungsqualifizierung" zur Fachkraft weiterbilden. Informationen für Arbeitgeber gibt es beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda unter der Service-Rufnummer 0 800 4 5555 20. Menschen, die in Beschäftigung sind und sich über Möglichkeiten informieren wollen, erhalten Informationen u.a. über die Berufsberatung im Erwerbsleben, Tel. 0661 17-705.
Der Arbeitsmarkt im Januar 2026 im Landkreis Fulda
Die Arbeitslosigkeit in der Region Fulda ist im Januar gegenüber dem Vormonat angestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen liegt zum Ende des Monats bei 5.235 und somit um 364 höher als im Dezember. Parallel dazu kletterte die Arbeitslosenquote auf 4,0 Prozent (Vormonat: 3,7 Prozent, Vorjahr: 3,9 Prozent). Sie ist noch immer die niedrigste in Hessen (Hessendurchschnitt 6,1 Prozent).
"Es ist üblich, dass in den Wintermonaten mehr Menschen arbeitslos werden. Zum einen laufen zum Jahresende befristete Verträge aus, zum anderen kann in den Außenberufen nur eingeschränkt gearbeitet werden", erklärt Katharina Henkel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda.
Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit in der Region um 209, bzw. 4,2 Prozent an. Ein prozentual starkes Plus zum Vorjahresmonat weist die Gruppe der älteren Arbeitslosen auf. Aktuell sind 1.123 Personen über 55 Jahren erwerbslos gemeldet. Das sind 107 mehr als vor einem Jahr (+10,5 Prozent).
Bei der Agentur für Arbeit in Fulda sind 2.295 Menschen als arbeitslos registriert – das sind 279 mehr als vor einem Jahr (+13,8 Prozent). Das Jobcenter des Landkreises Fulda zählt derzeit 2.940 erwerbslose Personen (-2,3 Prozent zum Vorjahr).
Mehr freie Stellen als vor einem Jahr
Dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur liegen in der Region Fulda 1.368 Stellen zur Besetzung vor. Das sind 17 mehr als im Januar vergangenen Jahres. "Trotz der schwächeren Konjunktur bestehen gute Chancen auf die Aufnahme einer Beschäftigung, besonders für ausgebildete Fachkräfte", weiß Katharina Henkel. Einen großen Hebel zum Ausgleich am Arbeitsmarkt sieht sie darin, dass weit über die Hälfte dieser Menschen nicht über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt. "Gemeinsam mit dem Kreisjobcenter verfolgen wir das Ziel, arbeitslose Menschen weiter zu qualifizieren, um den Ausgleich auf dem Arbeitsmarkt zu erzielen", sagt die Agenturleiterin und weist auf eine weitere Säule hin: "Wir unterstützen auch Personen, die nicht arbeitslos sind und sich in ihrem Betrieb weiterbilden wollen." Was sich hinter dem sperrigen Wort "Beschäftigtenqualifizierung" verbirgt, ist einfach erklärt: Menschen, die im Helferbereich arbeiten, aber Potenzial zu höherwertigen (und besser bezahlten) Tätigkeiten aufweisen, können während ihrer Beschäftigung zur Fachkraft werden – zum Beispiel durch eine betriebliche Umschulung oder eine kürzere "Anpassungsqualifizierung".
Bestimmte Voraussetzungen, wie eine Dauer der Weiterbildung von mehr als 120 Stunden, müssen erfüllt sein, dann kann die Arbeitsagentur je nach Größe des Betriebes neben den Lehrgangskosten dem Arbeitgebenden auch Zuschüsse zum Lohn bereitstellen. Informationen gibt es beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda unter der Service-Rufnummer 0 800 4 5555 20. Menschen, die in Beschäftigung sind und sich über Möglichkeiten informieren wollen, erhalten Informationen u.a. über die Berufsberatung im Erwerbsleben, Tel. 0661 17-705.
Der Arbeitsmarkt im Januar 2026 im Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Die Arbeitslosigkeit in Waldhessen ist im Januar gegenüber dem Vormonat angestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen liegt zum Ende des Monats bei 3.087 und somit um 272 höher als im Dezember. Parallel dazu kletterte die Arbeitslosenquote auf 4,7 Prozent (Vormonat und Vorjahr: 4,3 Prozent).
Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit in der Region um 261, bzw. 9,2 Prozent an. Ein starkes Plus zum Vorjahresmonat weist die Gruppe der jüngeren Arbeitslosen auf. Aktuell sind 445 Personen unter 25 Jahren erwerbslos gemeldet. Das sind 100 mehr als vor einem Jahr (+29 Prozent).
Bei der Agentur für Arbeit in Bad Hersfeld sind 1.210 Menschen als arbeitslos registriert - 178 mehr als vor einem Jahr (+17,2 Prozent). Das Jobcenter des Landkreises zählt derzeit 1.877 erwerbslose Personen (+4,6 Prozent zum Vorjahr).
Fachkräfte werden gesucht – Qualifizierung von Beschäftigten möglich
Dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur liegen in Hersfeld-Rotenburg 824 Stellen zur Besetzung vor. Das sind zwar 32 weniger als im Januar vergangenen Jahres, doch trotz der schwächeren Konjunktur bestehen gute Chancen auf die Aufnahme einer Beschäftigung, besonders für ausgebildete Fachkräfte. Einen großen Hebel zum Ausgleich am Arbeitsmarkt sieht Katharina Henkel darin, dass weit über die Hälfte der arbeitslos gemeldeten Menschen nicht über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt. "Gemeinsam mit dem Kreisjobcenter verfolgen wir das Ziel, arbeitslose Menschen weiter zu qualifizieren, um den Ausgleich auf dem Arbeitsmarkt zu erzielen", sagt die Agenturleiterin und weist auf eine weitere Säule hin: "Wir unterstützen auch Personen, die nicht arbeitslos sind und sich in ihrem Betrieb weiterbilden wollen." Was sich hinter dem sperrigen Wort "Beschäftigtenqualifizierung" verbirgt, ist einfach erklärt: Menschen, die im Helferbereich arbeiten, aber Potenzial zu höherwertigen (und besser bezahlten) Tätigkeiten aufweisen, können während ihrer Beschäftigung zur Fachkraft werden – zum Beispiel durch eine betriebliche Umschulung oder eine kürzere "Anpassungsqualifizierung".
Bestimmte Voraussetzungen, wie eine Dauer der Weiterbildung von mehr als 120 Stunden, müssen erfüllt sein, dann kann die Arbeitsagentur je nach Größe des Betriebes neben den Lehrgangskosten dem Arbeitgebenden auch Zuschüsse zum Lohn bereitstellen. (pm/ci)+++