Beliebtesten Plätze gesichert

Die Wahlplakate hängen: Straßen werden zur politischen Werbefläche

In Fulda hat der sichtbare Teil des Kommunalwahlkampfes begonnen! Seit der Nacht auf Samstag hängen im Stadtgebiet die ersten Wahlplakate.
Fotos: Moritz Bindewald

01.02.2026 / FULDA - In Fulda hat der sichtbare Teil des Kommunalwahlkampfes begonnen! Seit der Nacht auf Samstag hängen im Stadtgebiet die ersten Wahlplakate. Damit verändert sich das Stadtbild spürbar: An vielen Straßenlaternen sind nun Gesichter, Parolen und Wahlversprechen zu sehen.



Besonders gefragt sind dabei erneut die stark frequentierten Straßen wie die Bahnhofsstraße, die Bardostraße oder die Petersberger Straße. Hier versprechen sich die Parteien die größte Aufmerksamkeit. Besonders spannend dabei: Es darf erst ab dem 31. Januar plakatiert werden - sprich ab 00:00 Uhr. "SPD, Volt und CWE hängen schon", schmunzelt unser Reporter um gegen 23:10 Uhr. Hier dachte man wohl, sich die besten Plätze durch eine kleine Mogelei sichern zu können. Ob weitere Parteien zu unlauteren Tricks gegriffen haben?

Feste Vorgaben

Der Start der Plakatierung folgt festen Vorgaben. Wahlwerbung im öffentlichen Raum ist grundsätzlich erlaubt, allerdings nicht überall. Bestimmte Bereiche der Innenstadt bleiben plakatfrei, um das Stadtbild zu schützen. Zudem müssen Parteien ihre Aktionen anzeigen und sicherstellen, dass weder Fußgänger noch der Straßenverkehr beeinträchtigt werden.

Auch bei der Anbringung gelten klare Regeln. Plakate dürfen nicht an Verkehrszeichen, Ampeln, Brückengeländern oder Straßennamenschildern befestigt werden. Ebenso tabu sind Kreuzungsbereiche, Mittelstreifen und Ein- oder Ausfahrten. Entscheidend ist dabei stets die Verkehrssicherheit. Für größere Formate sind zusätzliche Genehmigungen erforderlich.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst

Eine besondere Rolle spielen die Straßenlaternen, die sich nicht im Eigentum der Stadt befinden. Hier gelten gesonderte Vorgaben: Die Plakate müssen leicht sein, dürfen eine bestimmte Größe nicht überschreiten und müssen windsicher befestigt werden. Um ein Überladen zu vermeiden, ist auch die Anzahl pro Mast begrenzt.

Eine feste Obergrenze für die Gesamtzahl der Wahlplakate gibt es in Fulda jedoch nicht. Das bedeutet: Wer früh startet, sichert sich die besten Plätze - vor allem entlang der Hauptverkehrsachsen. Spätestens nach der Nacht auf Samstag ist klar: Der Wahlkampf ist endgültig in der Stadt angekommen. Ein großes politisches Highlight erwartet Osthessen am 15. März: Die Kommunalwahlen stehen an. (Constantin von Butler) +++

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