Positive Nachrichten zum Alkoholkonsum
Weniger Koma-Besäufnisse bei Kindern und Jugendlichen
Symbolbilder: pixabay
01.02.2026 / REGION -
Es gibt ermutigende Entwicklungen: Forschende berichten, dass immer weniger Kinder und Jugendliche aufgrund eines erhöhten Alkoholkonsums im Krankenhaus behandelt werden müssen.
Alkohol ist nach wie vor die am weitesten verbreitete Droge in Deutschland. Er wirkt zwar berauschend, ist jedoch ein Nervengift, das nicht nur die Leber, sondern auch das Gehirn und insbesondere dessen Entwicklung schädigen kann. Rechtlich ist die Lage bekannt und zu Recht umstritten: In Deutschland dürfen 16-Jährige Bier, Wein und Schaumwein kaufen. 14-Jährige dürfen Alkohol sogar in Begleitung einer erziehungsberechtigten Person konsumieren, eine Regelung, die aus heutiger Sicht vielfach nicht mehr als zeitgemäß gilt. Umso bemerkenswerter ist es, dass Jugendliche offenbar immer seltener zum Glas greifen.
Die Zahlen stützen diesen Eindruck: Alkoholbedingte Krankenhauseinweisungen bei Kindern und Jugendlichen erreichten 2024 den niedrigsten Stand seit 25 Jahren. Rund 9.000 junge Menschen mussten wegen einer Alkoholvergiftung stationär behandelt werden. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 gab es mit 26.600 Fällen einen traurigen Rekord.
So erfreulich der Rückgang der alkoholbedingten Klinikaufenthalte auch ist, die Gesellschaft sollte sich nicht zu früh darüber freuen. Präventions- und Aufklärungsarbeit bleibt weiterhin notwendig. Zum einen ist davon auszugehen, dass die Dunkelziffer trinkender Jugendlicher höher liegt als es Statistiken abbilden. Zum anderen zeigen sich neue Herausforderungen, die eine differenzierte und zeitgemäße Suchtprävention erforderlich machen. Allem voran muss der Umgang von Jugendlichen mit sozialen Medien stärker in den Fokus rücken. Bei der Kampagne BUNT statt blau können Jugendliche Plakate gegen übermäßigen Alkoholkonsum entwerfen. (Adrian Böhm) +++