Elite unterwegs in Asien
China statt Rhön: 2026 Kein Paragliding-Weltcup auf der Wasserkuppe
Paragliding-Fans können die internationalen Stars dieses Jahr leider nicht auf der Wasserkuppe bewundern
Foto: Marc Niedermeier
03.02.2026 / POPPENHAUSEN (WAKU) -
Die Fliegerei hat bekanntermaßen eine über hundert Jahre alte Tradition auf der Wasserkuppe und seit 2011 besucht auch der Paragliding-Weltcup regelmäßig das Rhöner Fliegerparadies. Dabei trafen sich in der Vergangenheit die Elite der Präzisionsspringer, darunter auch der ehemalige Vizeweltmeister Linus Schubert aus Poppenhausen (Landkreis Fulda). Leider findet das Event in diesem Jahr nicht auf der Wasserkuppe statt. Wir haben mit Andreas Schubert, Betreiber der Fliegerschule, gesprochen, was die Alternativen in diesem Jahr sind.
Nicht nur lokale Fans und Piloten hätte es gefreut, wenn der Weltcup wieder auf der Wasserkuppe stattgefunden hätte. "Auch internationale Piloten haben uns gesagt, dass sie sich gefreut hätten, wenn es wieder bei uns gewesen wäre", verriet Andreas Schubert im Gespräch mit O|N. 2026 touren die weltbesten Paraglider nämlich durch Mazedonien, die Mongolei und durch China.
Die Alternative ist es, in diesem Jahr stattdessen die Hessenmeisterschaft und die Deutsche Meisterschaft unter anderem auf der Wasserkuppe durchzuführen. Ein genaues Datum gibt es dafür noch nicht, man steuert aber einen Termin gegen Ende der Saison an. "Außerdem steht im Juli diesen Jahres die 50. Hessenmeisterschaft im Streckenfliegen an", so Schubert. Es gibt also auch in diesem Jahr genug zu sehen, auch wenn der Fokus eher regional als international ist.
In der Zukunft werden aber selbstverständlich wieder Weltcup-Events in der Rhön stattfinden. Man hätte aber kein Problem damit, auch mal anderen Ländern den Vortritt zu lassen. Wieso auch nicht? Auf der Wasserkuppe gibt es ohnehin viel Spannendes zu entdecken. Der Blick richtet sich aber erstmal nach vorn: Die Rückkehr des Paragliding-Weltcups in die Rhön ist keine Frage des Ob, sondern des Wann. (pg)+++