Die Region fiebert mit!

Minenjagdboot "Fulda" sticht in See: Besatzung startet riskanten NATO-Einsatz

Die „Fulda“ verlässt am Montag den Heimathafen Kiel – Start in einen gefährlichen, mehrmonatigen Einsatz.
Archivfotos: Rene Kunze

19.01.2026 / KIEL/REGION - Am Montag ist es soweit: Das Minenjagdboot "Fulda" verlässt den Heimathafen Kiel, um die nächsten Monate aktiv für die Sicherheit in der Ostsee zu sorgen. Unter dem Kommando von Fregattenkapitän Michael Voigt wird die 40-köpfige Crew im Rahmen des ständigen NATO-Verbandes SNMCMG 1 an internationalen Manövern teilnehmen. Die Region blickt gespannt auf den Einsatz, der technisches Können, Teamgeist und Einsatzbereitschaft auf höchstem Niveau erfordert. Für die Besatzung beginnt ein halbes Jahr voller Herausforderungen, Adrenalin und Verantwortung.



Die "Fulda" ist ein modernes Minenjagdboot der Frankenthal-Klasse, das mit leistungsfähiger Sonartechnik und spezialisierten Drohnen ausgestattet ist, um Seeminen aufzuspüren, zu identifizieren und gefahrlos zu beseitigen. Seit 1998 ist das Schiff im Dienst der deutschen Marine und hat seinen Heimathafen in Kiel. Bereits 1959 übernahm die Stadt Fulda die Patenschaft für ein Schiff gleichen Namens - eine Tradition, die bis heute fortgeführt wird. Regelmäßig pflegen Delegationen der Stadt und die Besatzung Kontakte, um die Verbindung zwischen Patenstadt und Marine zu stärken.

OSTHESSEN|NEWS war einen Tag an Bord

Die Crew der "Fulda" wird in den kommenden Monaten an Übungen wie Dynamic Move, Baltic MCM Ex, Open Spirit und BALTOPS teilnehmen. Dabei ist nicht nur technisches Wissen gefragt, sondern auch höchster Teamgeist und Belastbarkeit. Ein Übungstag auf See zeigte OSTHESSEN|NEWS, wie intensiv der Alltag an Bord ist: Scharfe Schießübungen, Schadensgefechtsübungen und präzises Arbeiten unter Zeitdruck gehören zum Standard.

"Lange Abwesenheitszeiten, aber auch die Aufgabe und Funktion eines NATO-Verbandes im Zeichen der aktuellen Sicherheitspolitik sind Dinge, die für einige der Besatzungsmitglieder neu sind", erklärte Kommandant Voigt am O|N-Mikrofon. Gleichzeitig betont er die Faszination seines Berufes: "Es gibt nichts Schöneres, als auf See zu sein."

Glückwünsche aus der Region Osthesen

Die Ausfahrt der "Fulda" wird von politischen Vertretern und der Bevölkerung unterstützt. Bundestagsabgeordneter Michael Brand (CDU) erklärt: "Als jemand, der die ‚Fulda‘ im Heimathafen Kiel besucht hat und Kontakt mit der Besatzung hält, bin ich sehr zuversichtlich, dass dieses Minenjagdboot seine neue, wichtige Aufgabe in der Ostsee im Sinne unserer nationalen und internationalen Sicherheit in bester Weise wahrnehmen wird."

Auch Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) wünscht der Crew alles Gute: "Jetzt sind unsere Gedanken bei den Besatzungsmitgliedern, die durch die Teilnahme an den Nato-Manövern in Nord- und Ostsee sowie im Nordatlantik einen wichtigen Beitrag für unsere Sicherheit leisten. Ich hoffe, dass wir die Mannschaft im Sommer wieder wohlbehalten in ihrem Heimathafen Kiel und spätestens zur Fastnacht 2027 auch wieder in der Patenstadt Fulda willkommen heißen können."

Landtagsabgeordneter Sebastian Müller (CDU) betont: "Die bevorstehende Ausfahrt des Minenjagdbootes Fulda im Rahmen des ständigen NATO-Verbandes SNMCMG 1 ist ein wichtiger Beitrag Deutschlands zur Sicherheit im Ostseeraum und zur Glaubwürdigkeit unseres Bündnisses. Angesichts der sich verändernden geopolitischen Lage müssen Deutschland und Europa ihre eigenen militärischen Fähigkeiten stärken und Verantwortung übernehmen – verlässlich, partnerschaftlich und im engen Schulterschluss mit unseren NATO-Verbündeten. Die Aufgabe der Fulda, Seewege zu sichern und Minengefahren zu erkennen und zu beseitigen, ist ein zentraler Baustein für den Schutz von Handel, Infrastruktur und Bewegungsfreiheit im Bündnisgebiet."

Landrat Bernd Woide (CDU) ergänzt: "Ich wünsche den Soldatinnen und Soldaten des Minenjagdbootes Fulda für ihren herausfordernden Einsatz alles Gute. Die äußere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland ist in der gegenwärtigen Weltlage ein bedeutungsvolles Thema. Deshalb sollten wir alle der Bundeswehr und den Soldatinnen und Soldaten dafür dankbar sein, dass sie unsere Sicherheit und damit auch unsere Freiheit schützen."

Nach ersten Informationen des Marinekommandos wird die "Fulda" Mitte Juni, rechtzeitig zur Kieler Woche, zurückerwartet. (Constantin von Butler) +++

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