Große Überraschung für alle

Oberrode ist "Dolles Dorf": Biber, Fastnacht und Alphörner für die Hessenschau

Der hessische Rundfunk begleitet das tägliche Dorfgeschehen in Oberrode für einen Tag, im Zug des Formats "Dolles Dorf".
Fotos: Marvin Myketin

17.01.2026 / FULDA - Der kleine Stadtteil Fulda-Oberrode ist das aktuelle "Dolle Dorf" der Hessenschau. Die Dreharbeiten laufen – und schnell wird klar: Ein einzelnes Highlight gibt es hier nicht. "Das Highlight kann man jetzt gar nicht benennen, es ist alles toll", sagt der Ortsvorsteher Jürgen Jahn gleich zu Beginn.


Wie bekannt, wird jeden Donnerstagabend in der Hessenschau der Name eines hessischen Dorfs aus der Lostrommel gezogen, das vor der Gebietsreform noch keine 2.000 Einwohner hatte. Dessen Porträt wird dann in der Samstagsausgabe der Hessenschau gezeigt. Mit der Einwohnerzahl von rund 500 fällt Oberrode in diese Kategorie.

Und in Oberrode gibt es außergewöhnliche Bewohner. Einer davon ist tierisch: "Biber gibt es durchaus auch anderswo. Aber wir haben hier einen mitten im Dorf, der hat da seinen Biberbau und nagt an den Bäumen herum." Trotzdem ist er wohlgelitten und darf auch ein Oberöder Mitbewohner bleiben.

Handwerk, Tradition und Dorffeststimmung

Neben der Natur spielt auch das Handwerk eine Rolle. "Günther Dorr macht seit 70 Jahren Brennholz – und das erfolgreich. Und ist auch mit 85 Jahren noch topfit", erzählt der Ortsvorsteher stolz. Passend zur Jahreszeit darf auch das Brauchtum nicht fehlen: "Dann die Fastnacht natürlich, die findet bei uns zu der Zeit überall statt. Das ist ganz klar." Und selbst musikalisch hat Oberrode etwas Eigenes zu bieten: "Wir spielen hier auch das Alphorn."

Spontan gezogen - spontan organisiert

Dass Oberrode nun Teil des hr-Formats ist, kam unerwartet. "Wir sind schon etwas länger in der Trommel, dass wir mal gezogen werden, war klar. Das kam natürlich sehr überraschend am Donnerstagabend", so Jürgen Jahn gegenüber O|N.

Viel Zeit zur Vorbereitung blieb nicht: "Passen tut das natürlich auch nie, du musst sehen, dass du das Beste daraus machst." Also wurde improvisiert – typisch Dorf. "Wir haben uns gestern Abend gleich mit so ungefähr 20 Leuten getroffen", berichtet der Ortsvorsteher.

Am Samstagabend können sich die Zuschauer selbst ein Bild machen – von einem Dorf, das nicht mit einem einzigen Highlight glänzt, sondern mit vielen kleinen Geschichten. Oder wie es der Ortsvorsteher Jürgen Jahn selbst sagt: "Du kannst jetzt nicht sagen, das ist das alleinstehende Highlight, es gibt viele." (nk)+++

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