Rettungsaktion

Biber in eisiger Falle: Wildtier wird vor dem sicheren Tod bewahrt

Das Wildtier befand sich in einer lebensbedrohlichen Lage - und wurde glücklicherweise gerettet.
Fotos. Tierheim Gelnhausen

15.01.2026 / GELNHAUSEN - Ein ungewöhnlicher Einsatz am Sonntagnachmittag in Linsengericht (Main-Kinzig-Kreis): Ein Biber war in eine lebensbedrohliche Lage geraten und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Dank des schnellen Handelns des Tierheims Gelnhausen und der freiwilligen Feuerwehr nahm die Geschichte jedoch ein gutes Ende.



"Am Sonntagnachmittag erreichte uns ein Hinweis aus der Bevölkerung: Ein Biber war an einer Wasserpumpenstelle in eine Notlage geraten und schaffte es nicht mehr, aus eigener Kraft herauszukommen", erklärte das Tierheim Gelnhausen. Wie lange das Tier dort bereits festsaß, ließ sich nicht mehr nachvollziehen. Klar war jedoch der kritische Zustand des Bibers. "Fest stand, dass der Biber komplett durchnässt war, stark zitterte und es zu diesem Zeitpunkt noch Minusgrade hatte", so das Tierheim.

Feuerwehr unterstützt umgehend

Ein Mitarbeiter des Tierheims versuchte zunächst, das Tier selbst zu retten. "Was sich jedoch als Herausforderung erwies, da der kleine Kerl doch schwerer war als gedacht und das Material nachgab." Um kein unnötiges Risiko einzugehen, wurde schnell weitere Hilfe organisiert und die Freiwillige Feuerwehr Gelnhausen kam zur Unterstützung.

Diese ließ nicht lange auf sich warten. "Die Reaktion kam prompt: Zwei Einsatzfahrzeuge machten sich sofort auf den Weg. Die Feuerwehr kannte die Stelle bereits von früheren Einsätzen und wusste daher genau, worum es ging." So konnte der Biber zügig befreit werden. Schon kurz danach zeigte sich eine erste Verbesserung. "In der Transportbox wurde er dann sogar wieder etwas aktiver."

Tierheim zeigt sich "dankbar und begeistert"

Nach der Rettung ging es direkt weiter in professionelle Betreuung. Besonders bewegt zeigte sich das Tierheim über die reibungslose Zusammenarbeit. "Wir sind wirklich dankbar und begeistert, wie unkompliziert und hilfsbereit die Feuerwehr in solchen Momenten reagiert." Dabei wurde auch der Blick in die Vergangenheit deutlich. "Als jemand, der seit über 30 Jahren im Tierschutz unterwegs ist, kann ich sagen: Das war früher keineswegs selbstverständlich." (Constantin von Butler) +++

X