Gute Aussichten im Frühling

Nach "Murmel"-Schließung: Viele Interessenten für beliebten Traditionsstandort

Einblick in die Räumlichkeiten der "Murmel" in Fulda. Aktuell herrscht hier Leerstand, doch im Frühling könnten die Räume wieder genutzt werden.
Archivfotos: O|N/Marvin Myketin

19.01.2026 / FULDA - Wo einst eine farbenfrohe Welt für Kinder wartete, herrscht derzeit gähnende Leere. Anfang Oktober 2025 war das Aus des Kult-Spielzeugladens "Die Murmel" in der Fuldaer Kanalstraße bekannt geworden (O|N berichtete). Noch ist unklar, wer die Räume wieder mit Leben füllen wird. Lange sollen sie aber nicht ungenutzt bleiben. Vermieter Jürgen Leiter aus Bad Arolsen (Kreis Waldeck-Frankenberg) erklärt: "Wir haben eine Menge Interessenten - die Anfragen sind bunt gemischt."



Rückblick: Nach 44 Jahren machten die beiden Geschäftsführerinnen Doris Heil und Renate Grewig schweren Herzens Schluss. Ursprünglich war das Fachgeschäft in der Rittergasse zu finden. Nach zwei weiteren Standortwechseln fand "Die Murmel" im Jahr 2001 ihren heutigen Platz. Jahrelang war es eine beliebte Anlaufstelle für Familien rund um den nachhaltigen Spielzeugbedarf.

Die "Murmelfrauen" blickten mit Wehmut auf die sich anbahnende Schließung. Im O|N-Gespräch wurde schnell deutlich, dass ihnen die Entscheidung keineswegs leicht fiel: "Wir sind sehr traurig. Wir hatten eine große Stammkundschaft, viele kamen mit ihren Enkelkindern zu uns. Es herrschte stets eine familiäre Atmosphäre." Nach dem Räumungsverkauf wurde der Betrieb Ende Dezember eingestellt. Die Verkaufsfläche verschwand, ein Aushang mit der Aufschrift "Ladenlokal zur Vermietung" verweist seitdem auf eine bevorstehende Neuvergabe der Räumlichkeiten.

Start für Nachfolge-Laden wahrscheinlich im Frühjahr

Im Hintergrund laufen aktuell die weiteren Planungen. "In Kürze stehen die persönlichen Gespräche mit den Bewerbern an", sagt Leiter. "Derweil wollen wir in den nächsten Wochen erst einmal renovieren. Wenn alles gut läuft, können wir ab April dieses Jahres wieder starten - womit genau, wird sich zeigen. Wir sind gespannt. Es sollte natürlich auch zum Gesamtbild des Altstadtviertels gut passen." (mkr) +++

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