Belastungsprobe am Montag
Glatteis-Gefahr zum Wochenstart: Schulausfall im kompletten Landkreis!
Archivfoto: Boris Kiauka
12.01.2026 / REGION -
Nach einem überwiegend ruhigen Winterwochenende steht Osthessen ein gefährlicher Wetterumschwung bevor. Während sich die Lage nach dem Abzug von Sturmtief "Elli" zunächst beruhigt hatte, verschärfen sich die Bedingungen zum Wochenstart deutlich. Besonders der Montag könnte zur Belastungsprobe werden: Gefrierender Regen, überfrierende Nässe und eisige Straßen sorgen für ein erhöhtes Risiko im gesamten Straßenverkehr. Pendler, Schüler und Autofahrer müssen sich auf schwierige Stunden einstellen.
Zum Start in die neue Woche verändert sich die Wetterlage in Osthessen spürbar. Von Westen zieht ein ausgedehntes Niederschlagsgebiet heran, das zunächst auf stark ausgekühlte Böden trifft. In den frühen Morgenstunden fällt zunächst Schnee, der jedoch rasch in Regen übergeht. Durch die weiterhin niedrigen Temperaturen gefriert dieser Niederschlag vielerorts sofort - eine klassische Glatteis-Situation entsteht.
Der Präsenzunterricht fällt aus!
Das Staatliche Schulamt Fulda reagiert auf die Wetterlage: "Witterungsbedingt findet am morgigen Montag in allen Schulen im Schulamtsbezirk Fulda Distanzunterricht statt. Eine Notbetreuung ist gewährleistet", teilt Marion Vancuylenburg, Amtsleiterin Staatliches Schulamt Fulda, mit. Auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg fällt der "normale" Unterricht teilweise aus. In der Werratalschule Heringen, der Gesamtschule Niederaula, der Gesamtschule Schenklengsfeld, der Gesamtschule Obersberg, der Blumensteinschule Obersuhl, der Konrad-Duden Schule in Bad Hersfeld, und der Geistalschule Bad Hersfeld findet Distanzunterricht statt. Entsprechende Notbetreuungen sind eingerichtet. Alle osthessischen Landkreise betroffen
Die Warnungen erstrecken sich über ganz Osthessen. Betroffen sind der Landkreis Fulda, der Vogelsbergkreis, der Main-Kinzig-Kreis sowie der Kreis Hersfeld-Rotenburg. In allen Regionen muss mit erheblichen Einschränkungen gerechnet werden.Verkehr und Alltag unter Druck
Für den Berufsverkehr am Montagmorgen bedeutet die Wetterlage ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko. Verzögerungen, stockender Verkehr und vereinzelt auch Sperrungen sind nicht ausgeschlossen. Besonders Lkw und Fahrzeuge ohne ausreichende Winterausrüstung könnten Probleme bekommen.Auch der öffentliche Nahverkehr kann betroffen sein. Verspätungen bei Bussen und Bahnen sind möglich. Es sollte sich auf kurzfristige Änderungen eingestellt und ausreichend Zeit eingeplant werden.
Kälte hält sich hartnäckig
Erst in den späten Abendstunden am Montag ist mit einer allmählichen Entspannung zu rechnen, wenn mildere Luft aus Südwesten einsickert. Bis dahin bleibt die Situation angespannt. Für Montag gilt daher: Vorsicht, Geduld und angepasstes Verhalten sind entscheidend. Wer nicht zwingend unterwegs sein muss, sollte Wege überdenken. Wer fahren muss, sollte besonders defensiv unterwegs sein - denn schon ein kurzer Moment der Unachtsamkeit kann auf eisigen Straßen schwerwiegende Folgen haben. (Constantin von Butler) +++