Luchse verlieren das Spiel in drei Minuten
Regionalliga-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten
Spitzenspiele sind im bisherigen Saisonverlauf (noch) nicht die Spezialität der Lauterbacher Luchse.
Fotos: goa
12.01.2026 / LAUTERBACH -
Spitzenspiele sind im bisherigen Saisonverlauf (noch) nicht die Spezialität der Lauterbacher Luchse. Die aus dem westlichen Erzgebirgskreis angereisten Tabellenzweiten Schönheider Wölfe fuhren einen letztlich verdienten Sieg gegen die einen Platz hinter ihnen liegenden Luchse ein. Drei Gästetore zwischen der 14 und 16. Minute begruben die Hoffnungen der Hausherren und sollten trotz aller Bemühungen beim 3:6 (1:4 / 1:1 / 1:1) gegen einen starken Gegner nicht mehr aufzuholen sein.
Siebzehn Tore gegen Niesky vor einer Woche, davor der Heimsieg im Pokal gegen Diez/Limburg, ein Kantersieg vor Weihnachten gegen Dresden – das hört sich in der Aufzählung doch wirklich gut an. Aber wer in der Regionalliga Ost mehr als Platz 3 anstrebt und ganz (!) oben mitspielen will, braucht auch mal die Big Points gegen die führenden Teams FASS Berlin und die Gäste aus Schönheide. Letztere wurden am Samstag in Osthessen vorstellig. Die Meisterschafts-hungrigen Erzgebirgs-Wölfe, die nur ein Pünktchen hinter FASS rangieren, waren gekommen um zu siegen: gleich drei Busse hatten nicht nur Team und Staff, sondern auch einen tollen, lautstarken Fanblock mitgebracht. Die Wölfe-Fans werden die etwa fünfstündige Fahrt nicht bereut haben, denn ihr Team war zumindest an diesem Abend von den Luchsen nicht zu knacken.
Ein gleich druckvoller Beginn zahlte sich mit der Gästeführung nach weniger als vier Minuten aus. Die Hausherren glichen durch Julius Kranz bereits nach weniger als drei Minuten aus und konnten dann das Spiel zunächst offenhalten. Drei verhängnisvolle Minuten sorgten dann mit drei Wölfe-Toren jedoch für Ernüchterung. Insbesondere der vermeidbare Treffer nach einem desaströsen Fehlpass in der heißen Zone vor dem eigenen Tor schmerzte sehr. Coach Dieter Reiss wird den Luchsen nach der ersten Drittelsirene sicher intensiv erklärt haben, dass ein 1:4 bei noch zwei zu spielenden Dritteln locker aufzuholen ist, und tatsächlich fand der Funke der Hoffnung schon nach einer guten Minute Nahrung. Kapitän Tobias Schwab traf nach Vorarbeit von Welser und Junker zum 2:4 – na also! Cool und abgezockt zeigten sich die Gäste: der Jubel war kaum verhallt, da klingelte es hinter dem starken Luchse-Goalie Benjamin Dirksen zum 2:5. Mit dem 1:1 endete das zweite Drittel, und im finalen Durchgang machte Schönheide schon nach fünf Minuten mit dem 2:6 den Deckel drauf. Matyas Welsers 3:6 nach Vorarbeit von Schwab war leider nur noch Ergebniskorrektur und zementierte den Endstand. 438 Zuschauer hatten ein attraktives, rassiges Eishockeyspiel von zwei ambitionierten Teams gesehen – und einen verdienten Sieger, das bestätigte auch Luchse-Sprecher Stephan Andert nach dem Spiel. "Die drei schnell aufeinanderfolgenden Gegentreffer waren für uns der Genickbrecher, denn so einem Rückstand gegen ein Top-Team hinterherzulaufen, das ist dann sehr schwer."
Am kommenden Wochenende können die Luchse bei Dresden die Wunden lecken, bevor am 24. Januar das nächste Spitzenspiel zu Hause ansteht: Tabellenführer FASS Berlin bietet die erneute Gelegenheit, endlich mal die Big Points einzufahren. (goa) +++