Dauerfrost folgt!
Glatte Straßen und Schneefall: Osthessen rutscht vorsichtig ins Wochenende
Winterliche Bedingungen herrschen in Osthessen. Nicht nur Schnee und Glatteis erfordern erhöhte Vorsicht, auch in höheren Lagen wie der Wasserkuppe kann es zu Schneeverwehungen kommen.
Archivfoto: O|N/Maria Franco
02.01.2026 / REGION -
Frau Holle lässt grüßen: Verkehrsteilnehmer müssen sich seit Freitagmorgen auf winterliche Straßenbedingungen einstellen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Schneefall und Glätte. Meteorologe Tobias Reinartz erklärt auf OSTHESSEN|NEWS-Anfrage: "Heute und am Samstag gibt es immer wieder Schneeschauer. Im Bergland gibt es einige Zentimeter Neuschnee, im Tiefland bleibt eher weniger liegen."
Die beiden amtlichen Warnungen enthalten Folgendes: "Es tritt weiterhin leichter Schneefall mit Mengen zwischen einem und fünf Zentimeter auf. Verbreitet wird es glatt." Der DWD weist ausdrücklich auf erhöhte Rutschgefahr hin und empfiehlt, das Fahrverhalten an die winterlichen Bedingungen anzupassen - insbesondere wegen möglicher Sichtbehinderungen durch Schnee und glatte Straßen. Es kam bereits zu einigen Unfällen, wie etwa auf der B27 bei Hünfeld (Kreis Fulda), auf der B27 beim Autohof Fulda Nord sowie auf der A66 bei Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis).
Polizei sensibilisiert wegen winterlicher Straßenverhältnisse
Das Polizeipräsidium Osthessen präzisiert in einer Pressemitteilung: Seit Donnerstagnachmittag komme es vermehrt zu Verkehrsproblemen aufgrund der Wetterverhältnisse. Fahrweise und Geschwindigkeiten sollten den Witterungsverhältnissen angepasst werden.
In diesem Zusammenhang seien rund fünf Verkehrsunfälle bei der Polizei Osthessen registriert worden. "Glücklicherweise kam es bei diesen Verkehrsunfällen lediglich zu Sachschäden." So habe es etwa am Freitagmorgen gegen 7 Uhr einen weiteren Zwischenfall auf der L 3170 zwischen der Ortschaften Rasdorf und Geisa gegeben. Dort rutschte laut Polizei ein nur mit dem Fahrer besetzter Kraftomnibus auf einer Gefällstrecke in den Straßengraben. "Dieser blieb nach derzeitigen Erkenntnissen unverletzt, sodass lediglich ein Sachschaden von rund 5.000 Euro entstand."
"Wind bleibt lebhaft"
Auch die Windstärke dürfe man aktuell nicht außer Acht lassen, wie Reinartz weiter erläutert: "Der Wind bleibt lebhaft - in Hochlagen wie der Rhön kann es zu Schneeverwehungen kommen. Besonders die Menschen, die einen Ausflug machen, sollten aufpassen." Der DWD hatte hierzu bereits eine Warnung vor Sturmböen herausgegeben. Diese gilt für mehrere osthessische Landkreise. Am Sonntag beruhigt sich das winterliche Wetter wieder etwas. "Einzelne Schneeschauer sind möglich, die Aktivität lässt aber nach. Eventuell gibt es auch mal den ein oder anderen Sonnenschein."
Nächste Woche wird es noch einmal eisig kalt. Osthessen darf sich auf Dauerfrost einstellen, vor allem in den Nächten sollen laut dem Experten die Temperaturen richtig sinken. (mkr) +++